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HANDLUNGSFELDER

Der Index fokussiert auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends. Die Auswahl orientiert sich an Themenfeldern, denen auf internationalem Parkett ein hoher Stellenwert beigemessen wird. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Millenium Development Goals der Vereinten Nationen, die Nachhaltigkeitsstrategie der Europäischen Union, der „Global Environmental Outlook" des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) sowie die zehn Prinzipien des UN Global Compact.

Die Herausforderungen stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern sind eng miteinander verzahnt. Maßnahmen im Klimaschutz haben beispielsweise positive Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Trinkwasser. Auch Biodiversität und Entwaldung stehen in einem engen Zusammenhang. Diese übergreifende Verzahnung gilt in besonderem Maße für das Thema Armut. Damit sind Fortschritte in einzelnen Handlungsfeldern immer auch wichtige Schritte zur Bekämpfung anderer globaler Risiken.

Die Handlungsfelder des Global Challenges Index:


Klimawandel

  • Das IPCC prognostiziert einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,8 bis 4,0 Grad C bis 2100, wenn keine gegensteuernden Maßnahmen ergriffen werden.

  • Der Stern Report prognostiziert eine deutliche Zunahme der Kosten des Klimawandels: Bis Mitte dieses Jahrhunderts beziffert sich der jährliche Verlust auf mindestens 5% des weltweiten Bruttosozialprodukts, aktuell errechnen sich daraus rund 2.200 Milliarden US$.


Trinkwasser

  • Trinkwasser ist eine knappe Ressource: Nur ein Prozent der weltweiten Wasservorkommen steht als Trinkwasser zu Verfügung.

  • Nach Schätzungen der UN haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

  • Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden, kosten täglich etwa 6.000 Kinder das Leben.


Entwaldung

  • Die weltweite jährliche Entwaldungsrate beträgt 13 Mio. ha, hauptsächlich durch Umwandlung in Agrarflächen (FAO, 2005).

  • 36% aller Wälder sind Urwälder - 6 Millionen ha werden jährlich zerstört oder umgewandelt (FAO, 2005). Pro Jahr gehen 0,5 bis 1% des tropischen Regenwaldes verloren.


Biodiversität

  • Laut der Roten Liste bedrohter Arten, die die Weltnaturschutzunion IUCN im Jahr 2006 veröffentlicht hat, sind ca. 15.500 Arten weltweit vom Aussterben bedroht, darunter 23% aller Säugetiere, 12% der Vögel und 31% der Amphibien.

  • Die Gesamtzahl der Arten hat zwischen 1970 und 2000 um 40% abgenommen.


Bevölkerungsentwicklung

  • Pro Minute werden mehr als 150 Menschen geboren - vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Zu den heute etwa 6,4 Mrd. Menschen werden nach Prognosen der UN in den nächsten vier Jahrzehnten noch einmal knapp drei Mrd. hinzukommen.

  • Den Industrieländern droht hingegen die Überalterung. So werden nach UN-Prognosen im Jahr  2050 acht Mio. Deutsche (11% der Bevölkerung) über 80 Jahre als sein.


Armut

  • Weltweit leben etwa 1,2 Mrd. Menschen in extremer Armut. Darunter fallen nach der Definition der Weltbank Personen, die weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung haben.

  • Damit eng verbunden sind eine schlechte Gesundheitsvorsorge, hohe Kindersterblichkeit und Analphabetentum.


Governance

  • Nach den Ergebnissen des von Transparency International im Dezember 2010 veröffentlichten "Korruptionsbarometers 2010" hat jeder vierte Bürger weltweit in den vergangenen 12 Monaten Bestechungsgelder an Behörden oder Institutionen gezahlt. 60 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Korruption im eigenen Land in den vergangenen drei Jahren zugenommen hat.

  • Die Aufklärungsquote von Korruptionsfällen liegt nach Schätzungen von Experten bei lediglich fünf bis 20 Prozent.

Literatur-/Linkliste zu den Global Challenges: