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Handlungsfelder Indexstruktur Methode Beirat
 
KRITERIEN

Durch die Anwendung eines absoluten Best-in-Class Ansatzes, d. h. die Definition von branchen- und unternehmensbezogenen Standards für die Aufnahme der Unternehmen in den Index, kombiniert mit der Anwendung umfangreicher Ausschlusskriterien verfolgt der Global Challenges Index einen besonders konsequenten Nachhaltigkeitsansatz. Den sieben Handlungsfeldern können dabei spezifische Positiv- und Ausschlusskriterien zugeordnet werden:


Klimawandel

Positivkriterien:
 

Auswahl von Unternehmen, die aktive und substanzielle Beiträge zum Umgang mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels leisten:

  • Bekämpfung der Ursachen durch signifikante  Reduzierung des Ausstoßes von GHG, z. B. energie- und kraftstoffsparende Produkte, Beiträge zur Erhöhung der Energieeffizienz und Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Energiequellen;
  • Umgang mit den Folgen des Klimawandels, z. B. in den Bereichen Versicherungsschutz, Immobilien und Hochwasserschutz.


Trinkwasser

Positivkriterien:

Auswahl von Unternehmen, die aktive und substanzielle Beiträge zur Bereitstellung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser leisten, z. B. Abwasserreinigung, Wasseraufbereitung und -verteilung.

Ausschlusskriterien:

  • Kontroverses Umweltverhalten

Als Verstoß gelten Fälle massiver Missachtung von Umweltgesetzen oder allgemein anerkannter ökologischer Mindeststandards/Verhaltensregeln durch das Unternehmen. Darunter fallen beispielsweise Großprojekte (z.B. Pipelines, Minen, Staudämme), die eine besonders schädliche Wirkung auf die Ökosysteme in der betroffenen Region haben. Unterschieden wird nach den unmittelbaren Verursachern (z.B. Betreiber von kontroversen Projekten), Zulieferern/ Subunternehmern sowie Finanziers (z.B. Banken, die per Projektfinanzierung Kapital für entsprechende Projekte zur Verfügung stellen). Ausgeschlossen werden Verursacher, Zulieferer / Subunternehmer, Finanziers.


Entwaldung

Positivkriterien:

Auswahl von Unternehmen, die aktive und substanzielle Beiträge zu einem nachhaltigen Umgang mit Wäldern und waldwirtschaftlichen Produkten (Holz, Papier) leisten, z. B. durch eine Zertifizierung nach FSC oder den Einsatz von Recyclingmaterial bei der Produktion von Papier und Karton.

Ausschlusskriterien:

  • Kontroverses Umweltverhalten

Als Verstoß gelten Fälle massiver Missachtung von Umweltgesetzen oder allgemein anerkannter ökologischer Mindeststandards/Verhaltensregeln durch das Unternehmen. Darunter fallen beispielsweise Großprojekte (z.B. Pipelines, Minen, Staudämme), die eine besonders schädliche Wirkung auf die Ökosysteme in der betroffenen Region haben. Unterschieden wird nach den unmittelbaren Verursachern (z.B. Betreiber von kontroversen Projekten), Zulieferern/ Subunternehmern sowie Finanziers (z.B. Banken, die per Projektfinanzierung Kapital für entsprechende Projekte zur Verfügung stellen). Ausgeschlossen werden Verursacher, Zulieferer / Subunternehmer, Finanziers.


Biodiversität

Positivkriterien:

Auswahl von Unternehmen, die aktive und substanzielle Beiträge zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt leisten, z. B. durch nachhaltige Fangmethoden in der Fischereiwirtschaft im Sinne des Marine Stewardship Council (Meeresschutz), naturnahe Landwirtschaft oder die Berücksichtigung entsprechender Kriterien bei der Projektfinanzierung und Kreditvergabe.

Ausschlusskriterien:

  • Kontroverses Umweltverhalten

Als Verstoß gelten Fälle massiver Missachtung von Umweltgesetzen oder allgemein anerkannter ökologischer Mindeststandards/Verhaltensregeln durch das Unternehmen. Darunter fallen beispielsweise Großprojekte (z.B. Pipelines, Minen, Staudämme), die eine besonders schädliche Wirkung auf die Ökosysteme in der betroffenen Region haben. Unterschieden wird nach den unmittelbaren Verursachern (z.B. Betreiber von kontroversen Projekten), Zulieferern/ Subunternehmern sowie Finanziers (z.B. Banken, die per Projektfinanzierung Kapital für entsprechende Projekte zur Verfügung stellen). Ausgeschlossen werden Verursacher, Zulieferer / Subunternehmer, Finanziers.

  • Biozide

Als Verstoß gilt die Produktion von Bioziden, die laut Einstufung durch die WHO "extremely or highly hazardous" sind. Ausgeschlossen werden Produzenten (ab > 5% Umsatzanteil).

  • Chlorchemie

Als Verstoß gelten die Produktion von PVC sowie substanzielle Aktivitäten im Bereich der Chlorchemie. Ausgeschlossen werden Produzenten (ab >5% Umsatzanteil).

  • Grüne Gentechnik

Als Verstoß gelten gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere. Im Fokus stehen dabei die Produzenten von GMOs, d.h. die Unternehmen, die die Veränderung des Erbguts vornehmen und entsprechendes Saatgut oder Tiere produzieren. Ausgeschlossen werden Produzenten von GMOs (ab >0% Umsatzanteil).


Bevölkerungsentwicklung

Positivkriterien:

Auswahl von Unternehmen, die aktive und substanzielle Beiträge zum Umgang mit dem demographischen Wandel bzw. der Bevölkerungsentwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern leisten, insbesondere durch Zugang zu Bildung sowie Medizin und medizinischer Versorgung insbesondere im Zusammenhang mit HIV/AIDS.

Im Hinblick auf die demographische Entwicklung in zahlreichen Industriestaaten stehen Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund, die der Versorgung einer alternden Bevölkerung dienen, z. B. altersgerechtes Wohnen, medizinische und pflegerische Betreuung.


Armut

Positivkriterien:

Auswahl von Unternehmen, die aktive und substanzielle Beiträge zur Bekämpfung der weltweiten Armut leisten. Der Fokus liegt dabei auf Maßnahmen, die im Sinne eines Empowerment die Fähigkeit der Menschen verbessern, aus eigener Kraft die Armut zu überwinden. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Verringerung der Verwundbarkeit (Vulnerabilität, z. B. durch Microinsurance), zur Unterstützung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit (z. B. Fair Trade, Microcredit), zur Verbesserung der Informationsteilhabe (z. B. Überwindung der digital divide) sowie zur Bekämpfung der Korruption.

Ausschlusskriterien:

  • Verstöße gegen Arbeitsrechte

Ein Verstoß liegt vor, wenn es zu einer massiven Verletzung mindestens eines der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung) gekommen ist. Außerdem handelt es sich um einen Verstoß, wenn systematisch Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit, Bezahlung, Arbeitszeit) umgangen wurden, auch wenn diese sich nicht direkt auf die vier ILO-Konventionen (s.o.) beziehen. Unterschieden wird nach Verletzungen von Mindeststandards durch das Unternehmen selbst sowie durch Zulieferer/Subunternehmer. Ausgeschlossen werden Unternehmen, die selbst oder deren Zulieferer und Subunternehmer gegen die Prinzipien in den Bereichen Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit und Diskriminierung verstoßen.

  • Kinderarbeit

Als Verstoß gilt solche Kinderarbeit, die nicht ausdrücklich von der ILO erlaubt ist (in Abhängigkeit von z.B. Alter der Kinder, Arbeitsbedingungen, Dauer der Arbeit und begleitendem Bildungsangebot). Die Kinderarbeit muss in der Regel dauerhaft und systematisch sein. Ausgeschlossen werden Unternehmen, die selbst oder deren Zulieferer und Subunternehmer gegen die Prinzipien im Bereich der   Kinderarbeit verstoßen.

  • Menschenrechte

Als Verstoß gilt die massive Verletzung von international anerkannten Prinzipien wie z.B. der UN Universal Declaration of Human Rights, sofern sich diese nicht ausschließlich auf staatliche Pflichten beziehen und nicht bereits durch die ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work abgedeckt sind. Darunter fallen insbesondere Handlungen, bei denen bewusst die massive Gefährdung der Gesundheit/des Lebens von Mitarbeitern, Bevölkerung, Kunden etc. in Kauf genommen wird; Sklavenhaltung; massive körperliche Gewaltanwendung gegen Mitarbeiter oder Dritte sowie die Beauftragung bzw. aktive Unterstützung solcher Gewaltanwendung; Handlungen, die die Selbstbestimmungsrechte der Mitarbeiter oder von Dritten in massiver Weise verletzen; Handlungen, die kulturelle Selbstbestimmungsrechte oder die kulturelle Würde in massiver Weise missachten. Ausgeschlossen werden Unternehmen, die selbst oder deren Zulieferer und Subunternehmer gegen die Prinzipien im Bereich der Menschenrechte verstoßen.


Corporate Governance

Positivkriterien:

Auswahl von Unternehmen, die einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung in der Wirtschaft leisten und dabei zentrale Elemente eines Compliance Management Systems (CMS) implementiert haben. Dazu zählen insbesondere ein entsprechender Code of Conduct, die Einsetzung eines Compliance Officers, Richtlinien für die Auswahl von Lieferanten und die Annahme von Geschenken, die unternehmensinterne Kommunikation und Schulung sowie ein laufendes Monitoring der Einhaltung der entsprechenden Regelungen.

Ausschlusskriterien:

  • Kontroverse Wirtschaftspraktiken

Als Verstoß gelten Fälle massiver Missachtung von gesetz-lichen Vorschriften oder allgemein anerkannter Standards und Wohlverhaltensregeln durch das Unternehmen. Ausgeschlossen werden Unternehmen mit Verstößen in den Bereichen Korruption und Bilanzfälschung.


Weitere Ausschlusskriterien:

  • Atomenergie

Einen Verstoß stellen diverse Aspekte der Wert-schöpfungskette im Bereich Atomenergie dar. Unterschieden werden insbesondere die Produktion und Distribution von Atomenergie, aber auch die Gewinnung von Uran sowie der Bau von Kernkomponenten von Atomkraftwerken. So genannte „dual use-Produkte“ werden nicht berücksichtigt. Ausgeschlossen werden Produzenten von Atomenergie (ab >0% Umsatzanteil), Uran (ab >0% Umsatzanteil), Kernkomponenten von Atomkraftwerken (ab >0% Umsatzanteil).

  • Rüstung

Als Verstoß gelten Rüstungsgüter, die speziell für militärische Anwendungen entwickelt wurden. So genannte "Dual Use-Produkte" werden nicht berücksichtigt. Unterschieden werden Produzenten und Händler. Unter den Rüstungsgütern werden zudem Waffen(-systeme) (z.B. Gewehre, Panzer, Kampfjets), nach dem Römer Statut des Internationalen Strafgerichtshofes geächtete Waffen (z.B. ABC-Waffen, Landminen) sowie sonstige Rüstungsgüter (z.B. Radaranlagen, Militärtransporter) unterschieden. Ausgeschlossen werden Produzenten von Waffen(-systemen) (ab >0% Umsatzanteil), geächteten Waffen (ab >0% Umsatzanteil), sonstigen Rüstungsgütern (ab >0% Umsatzanteil).