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Global Challenges Index: Wolf Martin Waldow wird neues Mitglied im Beirat - 23.06.2016

Hannover, 23. Juni 2016 – Im Beirat des Global Challenges Index steht ein personeller Wechsel bevor.
Zum 1. Juli 2016 tritt Wolf Martin Waldow, Oberkirchenrat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, neu in das Gremium des Nachhaltigkeitsindex ein. Gemeinsam mit weiteren fünf unabhängigen Beiratsmitgliedern ist er damit für die Überwachung und Einhaltung der strengen Auswahlkriterien für die Aktien im Global Challenges Index (GCX) und die Anleihen im Global Challenges Corporates (GCC) zuständig. Der Bankkaufmann und studierte Jurist verantwortet seit 2008 die Vermögensaufsicht über die kirchlichen Körperschaften der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und ist im Rahmen des Kapitalanlagebereichs unter Einbeziehung des Leitfadens für ethisch nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche insbesondere auch mit Nachhaltigkeitsthemen betraut. 

Waldow tritt an die Stelle von Dr. Rolf Krämer, Vizepräsident der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der sich in Zukunft verstärkt seinen Aufgaben im Aufsichtsrat der NORD/LB Asset Management AG widmen möchte. „Wir danken Herrn Dr. Krämer herzlich für die langjährige gute Zusammenarbeit und freuen uns, mit Herrn Waldow erneut ein Mitglied der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für unseren Beirat gewonnen zu haben, der mit seiner Erfahrung bei der Auswahl der Indexwerte nach ethischen Gesichtspunkten einen wertvollen Beitrag leisten kann“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover, die gemeinsam mit der Ratingagentur oekom research vor neun Jahren den GCX initiierte.

Dem Gremium des GCX gehören weiterhin folgende Personen an: Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationalen Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland), Prof. Dr. Wolfgang Gehra (Professor für Sozialmanagement und Öffentlichkeitsarbeit an der Münchner Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie Kaufmännischer Direktor Deutsche Franziskanerprovinz), Walter Hirche (Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Mitglied des Vorstands der Deutschen UNESCO-Kommission) sowie Berenieke Wiener (Leiterin des Referats Stiftungsmanagement und Corporate Sektor des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen).

Pressemitteilung 23. Juni 2016


 

Global Challenges Index der Börse Hannover: Nachhaltig gute Performance - 14.04.2016

Hannover, 14. April 2016 – Der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover hat sich im ersten Quartal 2016 trotz des zuletzt volatilen, von Unsicherheiten geprägten Marktumfeldes positiv entwickelt. Im Vergleich zum DAX, der das erste Quartal 2016 mit -7,2 Prozent beendete, schnitt der GCX mit -5,7 Prozent besser ab. Der MSCI World konnte hingegen mit -5,2 Prozent ein leicht besseres Ergebnis aufweisen. Auf Jahressicht verzeichnete der GCX sogar deutlich geringere Abschläge als die Vergleichsindizes, die zum Teil um zweistellige Prozentwerte nachgaben. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, insgesamt ein Plus von rund 84 Prozent verbuchen (Wertentwicklung zum 31.03.2016). Der DAX verzeichnete im selben Zeitraum einen Zuwachs von rund 33 Prozent, der MSCI World von 61 Prozent.


Top 5 Performer im ersten Quartal: Energieanbieter mit starken Zuwächsen

Den größten Wertzuwachs im ersten Quartal dieses Jahres verzeichneten in der GCX-Auswahl Aktien mit Fokus auf Energiegewinnung und Energieeffizienz. So erzielte die Aktie des US-Unternehmens Energy Recovery Inc. (WKN: A0NJUL) ein Plus von mehr als 35 Prozent; der Technologieanbieter mit einem Schwerpunkt auf effizienter Energienutzung konnte seine Gewinne zuletzt kräftig steigern. Auf ein zweistelliges Plus kam mit rund 14 Prozent außerdem die Aktie des italienischen Fernleitungsnetzbetreibers Snam (WKN: 764545). Auch die Anteilsscheine am spanischen Windkraftanlagenbauer Gamesa (WKN: A0B5Z8, plus 9 Prozent) steigerten ihren Wert kräftig, sowie die Aktien von Canadian National Railway (WKN: 897879, plus 7 Prozent) und der Hitachi-Tochter Ansaldo STS (WKN: A0JJT6, plus 6,5 Prozent).


Entwicklung des Global Challenges Index seit Auflage

(seit Auflage 03.09.2007, Stichtag 31.03.2016)


Steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit

Aufgenommen werden in den GCX nur Unternehmen, die aktiv einen Beitrag zur Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen leisten. Dazu zählen Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. Die Index-Zusammensetzung wird fortlaufend überprüft und halbjährlich angepasst. Wenn Aktien nicht mehr den strengen, von der Börse Hannover und der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen.

„Auch im ersten Quartal 2016 hat sich die GCX-Auswahl im Marktvergleich gut entwickelt“, kommentiert Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und der Börse Hamburg und Vorstand der BÖAG Börsen AG. „An der positiven Wertentwicklung des Index insgesamt wird deutlich: Nachhaltigkeit wird für Investoren und Unternehmen immer wichtiger – und sie zahlt sich aus.“


Investitionen in Produkte auf den GCX auf konstant hohem Niveau

Anleger können über den NORD/LB AM Global Challenges Indexfonds (WKN: A1T756) und den PRIMA Global Challenges Fonds (WKN: A0JMLV) an der Wertentwicklung des GCX partizipieren. Das in die Produkte auf den GCX investierte Anlagevolumen blieb auch im ersten Quartal 2016 auf hohem Niveau: Ähnlich wie im Vorquartal waren Ende März (31.03.2016) mehr als 300 Millionen Euro in die Lizenzprodukte auf Global Challenges Index und Global Challenges Corporates investiert.


Ausgezeichnet: Index-Fonds auf GCX für Rendite-Risiko-Profil prämiert

Für sein Risiko-Rendite-Profil wurde der NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds jüngst ausgezeichnet: Die European Funds Trophy wählte den Nachhaltigkeitsfonds in der Kategorie „Aktienfonds International“ aus 2.300 Anlageprodukten aus und prämierte ihn mit dem ersten Preis. Bei der Wahl der unabhängigen französischen Fondsanalyse-Gesellschaft FUNDCLASS in Kooperation mit mehreren europäischen Verlagshäusern werden das Risiko und die Performance innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren bewertet. Der Fonds wird sowohl für institutionelle Anleger (WKN: A0LGNP) als auch für Privatanleger angeboten (WKN: A1T756).

Pressemitteilung 14. April 2016


 

Rebalancing des Global Challenges Index: Sonova Holding löst Accenture ab - 04.03.2016

Hannover, 4. März 2016 – Die schweizerische Sonova Holding wird zum 18. März 2016 in den Global Challenges Index (GCX) aufgenommen. Der Entwickler und Hersteller von Hörgeräten und Implantaten zur Verbesserung des Hörvermögens ersetzt den Beratungsdienstleister Accenture, der den strengen Auswahlkriterien des GCX nicht mehr genügt.

„Die Produkte von Sonova tragen maßgeblich zur Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität von Menschen mit Hörverlust bei. Darüber hinaus setzt sich Sonova für den Zugang Bedürftiger zu Hörgeräten in Entwicklungsländern ein, etwa durch Ausbildung von Fachkräften, Aufbau von Hörzentren und Produktspenden“, begründet Hendrik Janssen, stellvertretender Geschäftsführer der Börse Hannover, die Aufnahme des Unternehmens in den Index.

Sarah Kreienbühl, Group Vice President Corporate HRM & Communications bei der Sonova AG, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, dass Sonova erstmals in den Global Challenges Index aufgenommen wird. Dies ist eine wichtige Bestätigung und Anerkennung für unser Nachhaltigkeitsengagement. Wir sehen die Aufnahme als Ansporn und werden auch künftig alles daran setzen, den weltweiten Zugang zu audiologischer Versorgung zu verbessern, die Lösungen für unsere Kunden durch kontinuierliche Innovationen zu optimieren, in das persönliche Wachstum und die Entwicklung unserer Mitarbeitenden zu investieren, ihnen sinnerfüllte Arbeit zu bieten, sowie bei allen Geschäftsaktivitäten umweltfreundliche Verfahren einzusetzen.“

Accenture wird aufgrund eines Rüstungsverstoßes aus dem Index ausgeschlossen. Hintergrund ist die Beteiligung Accentures an dem sogenannten US Army STOC II Ausbildungsprogramm der US-Armee, bei dem Software für Trainingssimulationen entwickelt wird. Entsprechend des strengen GCX-Konzepts, das die Entwicklung und Herstellung sogenannter ‚sonstiger Rüstungsgüter‘ – per Definition sind dies speziell für das Militär angepasste Produkte und Dienstleistungen, die selbst keinen Waffencharakter haben – ab einem Umsatzanteil > 0% ausschließt, kann Accenture nicht mehr im GCX verbleiben.

Hintergrund des Wechsels ist das reguläre Rebalancing des GCX. Die Index-Zusammensetzung wird halbjährlich geprüft. Wenn Aktien nicht mehr den strengen Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen.

Pressemitteilung 04. März 2016


 

Global Challenges Index der Börse Hannover: Gute Performance in unsicheren Zeiten - 08.10.2015

Der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover hat Anlegern trotz des zuletzt volatilen Umfelds langfristig eine gute Performance gebracht. Auf Jahressicht legte das Nachhaltigkeitsbarometer, das 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, um mehr als acht Prozent zu (Wertentwicklung vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015). Damit hat sich der GCX erneut deutlich besser entwickelt als der Deutsche Aktienindex (DAX), der im Vergleichszeitraum ein Plus von rund zwei Prozent verbuchte.

Vor allem im ersten Quartal des Jahres 2015 verzeichnete der GCX eine deutlich positive Wertentwicklung: In diesem Zeitraum legte der Index um fast 15 Prozent zu. Die zahlreichen Unsicherheiten im zweiten und dritten Quartal 2015 – bedingt unter anderem durch Kurseinbrüche am chinesischen Aktienmarkt und bei Automobilaktien – schlugen sich auch in der Performance des GCX nieder. Im Vergleich zum DAX verzeichnete der GCX in diesen Zeiträumen allerdings geringere Verluste.

Die Top 5 im dritten Quartal: GCX-Aktien mit Plus von bis zu 23 Prozent

Den größten Wertzuwachs im dritten Quartal erzielten die Aktien des westfälischen Verkehrstechnologiekonzerns Vossloh (WKN: 766710) mit einem Plus von 23 Prozent. Wie im zweiten Quartal zählte zu den Top 5 nach Performance auch der deutsche Anbieter von Windenergieanlagen Nordex (WKN: A0D655, plus 13 Prozent). Darüber hinaus konnten der Hamburger Kupferproduzent Aurubis (WKN: 676650) und der spanische Gasnetzbetreiber Enagás (WKN: 662211) jeweils ein Plus von 7 Prozent verzeichnen. Der dänische Medizinprodukt-Hersteller Coloplast steigerte ebenfalls seinen Wert und schaffte es in die Top 5 (WKN: A1KAGC, plus 6 Prozent).

Aufgenommen werden in den GCX nur Unternehmen, die aktiv einen Beitrag zur Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen leisten. Dazu zählen Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. Die Index-Zusammensetzung wird fortlaufend überprüft und halbjährlich angepasst. Wenn Aktien nicht mehr den strengen, von der Börse Hannover und der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen.

Der Nachhaltigkeitsindex GCX wurde 2007 von der Börse Hannover initiiert und legte bis heute um rund 75 Prozent zu (Stand: 30.09.2015). Privatanleger können über den NORD/LB AM GCX-Indexfonds (WKN: A1T756) sowie den PRIMA Global Challenges Fonds (WKN: A0JMLV) in den GCX investieren. Beide Fonds werden an der Börse Hamburg und der Börse Hannover gehandelt.

Pressemitteilung 8. Oktober 2015


 

Acht Jahre Global Challenges Index: Nachhaltigkeitsindex weiter auf Erfolgskurs - 02.09.2015

Der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover blickt zu seinem achten Geburtstag auf eine erfolgreiche Performance zurück. Der Index, der am 3. September 2007 lanciert wurde, legte im Gesamtzeitraum um mehr als 75 Prozent zu (Stand: 31.08.2015). Damit hat sich der GCX, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, langfristig deutlich besser entwickelt als zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (DAX), der im Vergleichszeitraum um rund 37 Prozent zulegte.

„Auch im achten Jahr seines Bestehens hat der Global Challenges Index eine erfolgreiche Wertentwicklung erzielt“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Mit einem Plus von mehr als zehn Prozent zeigte der GCX auch auf Jahressicht eine starke Performance und lag auch hier knapp vor dem DAX, der über 8 Prozent zulegte. „Der fortdauernde Performance-Erfolg gibt unserem Konzept Recht, nach strengen Nachhaltigkeitskriterien auszuwählen. Und er zeigt vor allem, dass Nachhaltigkeit und Rendite einander nicht ausschließen.“

Index-Zusammensetzung zeigt hohe Kontinuität

Neben einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung zeichnet sich die GCX-Auswahl durch eine hohe Kontinuität aus: Die Hälfte der Aktien im Index ist seit der Auflage im September 2007 immer noch enthalten. Vor allem die Branchen Erneuerbare Energien und Transport und Logistik stechen hervor: Jeweils fünf Titel stammen aus diesen Branchen – die entsprechenden Unternehmen haben es geschafft, die vergleichsweise anspruchsvollen Auswahlkriterien über alle Jahre zu erfüllen.

Im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien ist auch der Top-Performer der vergangenen zwölf Monate tägig. Den größten Wertzuwachs verzeichnte im Jahresrückblick der deutsche Windanlagenhersteller Nordex (WKN: A0D655), der ein Plus von rund 85 Prozent erzielte. Die norddeutsche Aurubis AG (WKN: 676650) – führend in Kupferherstellung und -recycling – bringt es auf ein Plus von knapp 60 Prozent. Das britische Bauunternehmen Berkeley Group (WKN: A0DKWY) legte um 51 Prozent zu, der US-amerikanische Betreiber von Geothermie-Kraftwerken Ormat Technologies (WKN: A0DK9X) um gut 50 Prozent und das französische Pharmaunternehmen Boiron S.A. (WKN: 873532), der größte Hersteller von homöopathischen Arzneien weltweit, bringt es auf ein Plus von 42 Prozent.

Investiertes Volumen bei über 300 Millionen Euro

Das Konzept und die Entwicklung des GCX überzeugen immer mehr Anleger. So hat sich die Nachfrage nach den Produkten, mit denen Anleger von der Auswahl des GCX profitieren können, auch in den vergangenen zwölf Monaten positiv entwickelt. Zum Stichtag 30.06.2015 betrug das auf Basis des GCX investierte Volumen über 300 Millionen Euro. Anleger können über den Kauf von Investmentfonds – dem NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds (WKN: A1T756) und dem PRIMA Global Challenges A (WKN: A0JMLV) – in den Index investieren.

„Nachhaltigkeit nimmt im Wirtschaftsleben und bei Verbrauchern einen immer höheren Stellenwert ein“, kommentiert Reich. „An der großen Nachfrage merken wir, dass sich der Index als verlässliches Investmentprodukt etabliert hat und wir mit unserem Konzept weiter auf einem erfolgreichen Weg sind.“

Pressemitteilung 2. September 2015


 

Außerplanmäßiges Rebalancing: Swiss Re rückt in den GCX auf, BWT Group scheidet aus - 28.08.2015

Mit Wirkung zum 04. September rückt der international agierende Rückversicherer Swiss Re in den Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) auf. Der Versicherungskonzern nimmt den Platz der bislang gelisteten BWT Group / Best Water Technology ein. Aufgrund der beschlossenen Verschmelzung der BWT Group mit der nicht börsennotierten BWT Holding AG wird das Unternehmen aus dem Index genommen. Der GCX umfasst 50 internationale Unternehmen, die substanzielle und richtungsweisende Beiträge im Nachhaltigkeitsmanagement leisten.

„Wir freuen uns, dass sich mit der Swiss Re ein Unternehmen qualifiziert hat, dessen Geschäftstätigkeit und Nachhaltigkeitsverständnis sehr gut mit der Zielsetzung des GCX übereinstimmen“, erklärt Hendrik Janssen, stellvertretender Geschäftsführer der Börse Hannover. „Das Unternehmen verfügt im Branchenvergleich über sehr gute Leitlinien und Kriterien für sein Versicherungsgeschäft, um nachhaltigkeitsbezogene Ziele zu verfolgen sowie kritische Projekte auszuschließen.“

Die Richtlinien der Swiss Re zum Versicherungsgeschäft in den Bereichen Rüstung, Öl und Gas, Bergbau, Staudämme und Forstwirtschaft legen spezifische Anforderungskriterien im Hinblick auf die Einhaltung von Menschen- und Arbeiterrechten sowie Maßnahmen zum Umweltschutz fest. Darüber hinaus zeichnet sich die Swiss Re für den GCX durch Versicherungsangebote für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen sowie die Integration von ökologischen und sozialen Kriterien im Rahmen ihrer Eigenkapitalanlage aus. Zudem sind die Forschung und Produktentwicklung zu Klimawandel, demographischem Wandel und Ernährungssicherheit in Schwellenländern positiv hervorzuheben.

Für das reguläre halbjährliche Rebalancing per 18.09.2015 ergeben sich darüber hinaus keine weiteren Änderungen bei der Index-Zusammensetzung.

Pressemitteilung 28. August 2015


 

Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover legt im ersten Halbjahr deutlich zu - 07.07.2015

Auf Erfolgskurs: Der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte im ersten Halbjahr 2015 um rund 9 Prozent zulegen. Auf ein Jahr gesehen hat das Nachhaltigkeitsbarometer, das 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, das Rennen zum Beispiel gegen den Deutschen Aktienindex (DAX) erneut gewonnen: Während der DAX einen Zuwachs von rund 11 Prozent verzeichnete, verbuchte der GCX im gleichen Zeitraum ein noch deutlicheres Plus von 23 Prozent. „Dass die Aktien der besonders nachhaltig orientierten Unternehmen im GCX den Markt sogar schlagen konnten, zeigt, dass sich nachhaltige Geldanlagen rentieren“, erläutert Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover.

Die Top 5 des GCX mit Wertzuwachs von bis zu 55 Prozent

Den größten Wertzuwachs im ersten Halbjahr 2015 erzielten die Aktien des französischen Automobilherstellers Renault (WKN: 893113) mit einem Plus von 55 Prozent. Ebenfalls zu den Top 5 nach Performance gehören das britische Bauunternehmen Berkeley Group Holdings (WKN: A0DKWY, plus 49 Prozent) sowie der US-amerikanische Betreiber von Geothermie-Kraftwerken Ormat Technologies (WKN: A0DK9X, plus 46 Prozent). Ein kräftiges Plus verbuchten darüber hinaus das dänische Windkraftunternehmen Vestas Wind Systems (WKN: 913769, plus 46 Prozent) sowie der deutsche Anbieter von Windenergieanlagen Nordex (WKN: A0D655, plus 43 Prozent).

Aufgenommen werden in den GCX nur Unternehmen, die aktiv einen Beitrag zur Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen leisten. Dazu zählen Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. Die Index-Zusammensetzung wird laufend überprüft und halbjährlich angepasst. Wenn Aktien nicht mehr den strengen, von der Börse Hannover und der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen. Der Nachhaltigkeitsindex GCX wurde 2007 von der Börse Hannover initiiert und legte bis heute um über 85 Prozent zu (Stand: 30.06.2015). Privatanleger können an der Börse Hamburg und an der Börse Hannover über den NORD/LB AM GCX-Indexfonds (WKN: A1T756) sowie den PRIMA Global Challenges Fonds (WKN: A0JMLV) in die 50 internationalen Aktien des GCX investieren.

Pressemitteilung 7. Juli 2015


 

Global Challenges Index und Global Challenges Corporates: Fondsvolumen steigt auf 340 Mio. Euro - 07.04.2015

Die Nachfrage in Fonds auf Basis der Nachhaltigkeitsstandards des Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover hält an. Zum Ende des ersten Quartals (Stand: 31. März 2015) hat das investierte Vermögen in Fonds auf Aktien des Global Challenges Index (GCX) und Anleihen des Global Challenges Corporates (GCC) die Schwelle von 340 Millionen Euro erreicht. Damit hat das Volumen erneut einen Höchststand markiert.

Seit Jahresanfang bis Ende März 2015 wuchs das Volumen um rund 15 Prozent – zum Jahresauftakt hatte das investierte Vermögen noch bei etwa 290 Millionen Euro gelegen. Privatanleger können über zwei Publikumsfonds in die 50 internationalen Aktien des GCX investieren. Der NORD/LB AM GCX-Indexfonds (WKN: A1T756) sowie der PRIMA Global Challenges Fonds (WKN: A0JMLV) werden an der Börse Hamburg und der Börse Hannover gehandelt.

Den größten Wertzuwachs im ersten Quartal 2015 erzielten die Aktien des USamerikanischen Betreibers von Geothermie-Kraftwerken Ormat Technologies (WKN: A0DK9X, plus 54 Prozent) sowie des spanischen Windanlagenherstellers Gamesa (WKN: A0B5Z8, plus 51 Prozent). Auch die Titel des weltweit größten Herstellers homöopathischer Arzneimittel Boiron (WKN: 873532, plus 50 Prozent), des französischen Autobauers Renault (WKN: 893113, plus 42 Prozent) und von STMicroelectronics (WKN: 893438, plus 41 Prozent) aus den Niederlanden verbuchten ein kräftiges Plus.

Aufgenommen werden in den GCX nur Unternehmen, die aktiv einen Beitrag zur Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen leisten. Dazu zählen Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. Die Index-Zusammensetzung wird laufend überprüft und halbjährlich angepasst. Wenn Aktien nicht mehr den strengen, von der Börse Hannover und der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen. Der Nachhaltigkeitsindex GCX wurde 2007 von der Börse Hannover initiiert und legte bis heute um fast 100 Prozent zu (Stand: 31.03.2015).15).

Pressemitteilung 7. April 2015


 

Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover auf Erfolgskurs: Global Challenges Index knackt die Marke von 2.000 Punkten - 26.03.2015

Der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover setzt seine Erfolgsgeschichte fort. Nach einem Anstieg um mehrere Hundert Punkte innerhalb weniger Monate übersprang das  Nachhaltigkeitsbarometer im März erstmals die Marke von 2000 Punkten. Erst im Juni 2014 war der Index, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, auf über 1.500 Punkte geklettert. Auf ein Jahr gesehen hat der GCX damit erneut den performancestarken Deutschen Aktienindex (DAX) geschlagen: Während dieser binnen Jahresfrist um rund 30 Prozent zulegte, notiert der GCX heute um 40 Prozent höher als noch Ende März 2014.

„Viele Titel profitieren vom aktuellen Positivtrend am Aktienmarkt. Die Aktien der besonders nachhaltig orientierten Unternehmen im GCX konnten den Markt sogar schlagen“, erläutert Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die Entwicklung. „Das ist ein erneuter Beleg dafür, dass sich die nachhaltige Geldanlage auszahlen kann.“

Aufgenommen werden in den GCX nur Unternehmen, die aktiv einen Beitrag zur Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen leisten. Dazu zählen Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. Die Index-Zusammensetzung wird laufend überprüft und halbjährlich angepasst. Wenn Aktien nicht mehr den strengen, von der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research und der Börse Hannover entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen. Der Nachhaltigkeitsindex GCX wurde 2007 von der Börse Hannover initiiert und legte bis heute um fast 100 Prozent zu (Stand: 24.03.2015).

Pressemitteilung 26. März 2015


 

Rebalancing des GCX: Accenture und Autodesk lösen J Sainsbury und Interface ab - 10.03.2015

Der irische Beratungsdienstleister Accenture und der US-amerikanische Softwareanbieter Autodesk werden zum 20. März 2015 in den Global Challenges Index (GCX) aufgenommen. Die beiden Unternehmen ersetzen das britische Handelsunternehmen J Sainsbury und den US-amerikanischen Teppichhersteller Interface, die den strengen Auswahlkriterien des GCX nicht mehr genügen.

„Das Produktportfolio von Accenture umfasst zahlreiche umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, beispielsweise Klima- und Energiemanagementlösungen“, erläutert Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die Entscheidung für die Aufnahme des Unternehmens in den Index. Zudem engagiert sich das Unternehmen im Bereich der Vermittlung von IT-Kompetenzen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und berät Nichtregierungsorganisationen auf einer pro-bono Basis.

Autodesk ist ein Anbieter von Computer-Aided Design (CAD) Software. Das Kernprodukt des Unternehmens, AutoCAD, wird insbesondere von Architekten und Ingenieuren genutzt, um Produkte und Gebäude zu entwerfen, in deren Entwurfsphase bereits Ressourcenverbräuche optimiert werden. Zu den Stärken des Unternehmens gehören weitere Programme, die ein nachhaltiges Design von Produkten ermöglichen.

J Sainsbury wird aufgrund eines Arbeitsrechtsverstoßes in seiner Zuliefererkette aus dem GCX ausgeschlossen. Infolge einer dadurch bedingten Abwertung des Ratings hat J Sainsbury zudem den oekom Prime Status verloren. Auch Interface hat im aktuellen Rating den erforderlichen oekom Prime Status nicht mehr erreicht. Defizite sieht die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research hier vor allem im unzureichenden Management der Lieferkette im Hinblick auf Nachhaltigkeitsstandards. Interface zeigt insbesondere in Bezug auf die Wasserverwendung und den Umgang mit umwelt- und gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffen eine zu schwache Performance.

Hintergrund des Wechsels ist das reguläre Rebalancing des GCX. Die Index-Zusammensetzung wird halbjährlich geprüft. Wenn Aktien nicht mehr den strengen  Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen.

Pressemitteilung 10. März 2015


 

Nachhaltigkeitsindex GCX der Börse Hannover nun täglich in Frankfurter Rundschau - 27.11.2014

Ab 2. Dezember 2014 platziert die Frankfurter Rundschau den Global Challenges Index (GCX) täglich auf ihrer Börsenseite. Der Index, initiiert von der Börse Hannover, wird in der Printausgabe als Ersatz für den MDAX abgebildet. Dieser Schritt spiegelt die wachsende Relevanz von nachhaltigen Geldanlagen wider. „Die Frankfurter Rundschau setzt sich seit vielen Jahren für eine nachhaltige, ressourcenschonende und soziale Wirtschaft ein“, erklärt Daniel Baumann, Ressortleiter Wirtschaft Frankfurter Rundschau. „Mit der Platzierung des GCX auf unserer Börsenseite wollen wir es unseren Lesern erleichtern, verantwortungsvoll in Aktien zu investieren. Außerdem werden wir die im GCX notierten Unternehmen journalistisch begleiten, um unseren Lesern zu zeigen, was nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis bedeutet.“

Der GCX umfasst 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen. Die Auswahl der Unternehmen basiert auf strengen Kriterien. Es werden nur Unternehmen in den Index aufgenommen, die aktiv einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen leisten – darunter Klimawandel, Trinkwasserversorgung, Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen.

Bisher zeigt die Entwicklung des GCX seit seiner Erstnotierung im Jahr 2007, dass nachhaltige Anlage und starke Performance Hand in Hand gehen können. So hat der GCX in sieben Jahren um 59 Prozent zugelegt. Damit brachte er Anlegern der ersten Stunde einen größeren Wertzuwachs als zahlreiche andere Anlageformen. „Noch zu selten investieren sowohl private als auch institutionelle Anleger gezielt nachhaltig, indem sie neben der Rendite auch das Konzept prüfen. Dies möchten wir gern ändern“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Der GCX belegt, dass sich nachhaltige Geldanlagen lohnen. Die Frankfurter Rundschau bietet dem GCX eine sehr gute Plattform, um seine Stärken den Verbrauchern zu verdeutlichen und das Bewusstsein für nachhaltige Geldanlagen insgesamt voran zu bringen.“

Pressemitteilung 27. November 2014



 

Global Challenges Index und Global Challenges Corporates: 
Mit 275 Mio. Euro klettern Investitionen auf neuen Höchststand - 21.10.2014

Die strengen Kriterien und die hohe Transparenz bei der Wertpapierauswahl für die Nachhaltigkeitsprodukte der Börse Hannover haben auch im dritten Quartal 2014 die Anleger überzeugt. Das investierte Vermögen in Fonds auf den Global Challenges Index (GCX) und den Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC) stieg auf einen neuen Höchststand von mehr als 275 Millionen Euro, ergab die Auswertung der Fondsvolumina zum 30. September 2014. Erst Mitte des Jahres (Stand: 30. Juni 2014) hatte das auf Basis der Global Challenges Familie investierte Vermögen die Grenze von 250 Millionen Euro übersprungen.

Über vier Fonds können Anleger – institutionelle und private – in die 50 Aktien des GCX bzw. die Anleihen-Auswahl des GCC investieren. Dazu zählen der Investmentfonds PRIMA – Jumbo A (WKN: A0JMLV / ISIN: LU025456505) und der Superior 6 – Global Challenges Fonds (WKN: A0Q7EM / ISIN: AT0000A0AA78). Der dritte Fonds ist der NORD/LB Asset Management Global Challenges Index Fonds. Er ist in einer Tranche für institutionelle (WKN: A0LGNP / ISIN: DE000A0LGNP3) und in einer für Privatanleger (WKN: A1T756 / ISIN: DE000A1T7561) erhältlich. Das Erfolgskonzept für Aktien – zu seinem siebenjährigen Bestehen Anfang September verzeichnete der GCX einen Zuwachs von 59 Prozent im Gesamtzeitraum – erweitert seit Mitte 2013 der Rentenfonds NORD/LB AM Global Challenges Corporate Bonds (ISIN DE000A1J3WP0) um Unternehmensanleihen auf Basis des GCC.

„Ob institutionelle oder private Anleger – die Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit wächst und wächst. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Investitionen in Produkte auf der Basis unserer Auswahl belegt den Trend hin zu nachhaltigen Geldanlagen“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Mit dem GCX bedienen wir zum einen das Bedürfnis nach Orientierung im Produktdschungel und zeigen zum anderen mit der herausragenden Entwicklung des Index, dass sich Nachhaltigkeit und Rendite nicht ausschließen.“

Pressemitteilung 21. Oktober 2014



 

Neuzugang im Global Challenges Index: Konica Minolta rückt in Nachhaltigkeits-Index auf - 11.09.2014

Das japanische Unternehmen Konica Minolta wird mit Wirkung vom 19. September 2014 in den Global Challenges Index (GCX) aufgenommen. Der einst drittgrößte Kamerahersteller der Welt, der sich inzwischen auf Druck- und Kopiersysteme konzentriert, nimmt im Nachhaltigkeitsbarometer der Börse Hannover den Platz der britischen Lloyds Banking Group ein, die den strengen Auswahlkriterien nicht mehr genügt.

Die Stärken von Konica Minolta liegen unter anderem darin, dass die Sozialstandards bei wichtigen Zulieferern durch umfangreiche Maßnahmen geprüft werden und somit die Einhaltung gewährleistet wird. Ein weiterer Pluspunkt sind die unternehmensweiten Anstrengungen zur Steigerung der Transporteffizienz. Darüber hinaus erzielte das Unternehmen aus der Büroelektronik-Sparte in den Bereichen Klimaschutz und Energieeffizienz sehr gute Bewertungen. „Damit stellt sich Konica Minolta gleich mehreren der sieben globalen Herausforderungen, die einer Aufnahme in den GCX zugrunde liegen“, erläutert Hendrik Janssen, stellvertretender Geschäftsführer der Börse Hannover. Der GCX umfasst 50 Vorreiterunternehmen, die durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich mit Aktivitäten in diesen Handlungsfeldern gleichzeitig Chancen für eine zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen.

Die Lloyds Banking Group musste ihren Platz im Index insbesondere aufgrund von Strafzahlungen im Zusammenhang mit dem Skandal um die Manipulation von Interbanken-Zinsen und Missständen im Vergütungssystem für Kundenberater aufgeben. „Wir haben im aktuellen Rating der Bankenbranche zudem unsere Anforderungen angehoben“, erläutert Dietrich Wild, branchenverantwortlicher Analyst bei oekom research. „Die Integration von ökologischen und sozialen Aspekten in das Kreditgeschäft sowie in die allgemeine Vermögensverwaltung und die eigenen Kapitalanlagen sind Schlüsselthemen der Branche. Die Lloyds Banking Group wird den erhöhten Anforderungen in diesem Bereich nicht gerecht, was ein weiterer Grund für das Ausscheiden der Großbank ist.“

Hintergrund des Wechsels ist das reguläre Rebalancing des GCX. Die Index-Zusammensetzung wird halbjährlich geprüft. Wenn Aktien nicht mehr den strengen, von oekom research und der Börse Hannover entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen.

Pressemitteilung 11. September 2014


 

Global Challenges Index: Sieben Jahre nachhaltige Geldanlage mit Top-Performance - 01.09.2014

Zum siebten Geburtstag seit seiner Erstnotierung am 3. September 2007 blickt der Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover auf eine starke Performance zurück. Der Index, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, legte im Gesamtzeitraum um 59 Prozent zu (Stand: 26. August 2014) und brachte Anlegern der ersten Stunde damit bis heute einen größeren Wertzuwachs als zahlreiche alternative Anlageformen. Zum Beispiel brachte es der Deutsche Aktienindex (DAX) im selben Zeitraum lediglich auf ein Plus von 28 Prozent. Regelmäßig schlug der GCX seit seiner Lancierung ebenso den Euro Stoxx 50 und den MSCI World. Auch auf Jahressicht war der GCX besonders erfolgreich: In den zurückliegenden zwölf Monaten legte das Nachhaltigkeitsbarometer der Börse Hannover um 21 Prozent zu.

„Immer mehr Anleger wollen mit ihrer Geldanlage nicht nur eine angemessene Wertsteigerung erzielen. Sie wollen ihr Geld auch dort investieren, wo sinnvoll und nachhaltig damit gearbeitet wird“, sagt Hendrik Janssen, stellvertretender Geschäftsführer der Börse Hannover, die den Index gemeinsam mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research initiiert hat. Das belegt die große Nachfrage nach den Produkten, mit denen Anleger von der Auswahl des GCX profitieren können: Zum 30. Juni 2014 sprang das auf der Basis der GCX-Auswahl angelegte Vermögen deutlich über die Grenze von 250 Millionen Euro.
Mit dem Kauf von Investmentfonds – dem NORD/LB Asset Management Global Challenges Index Fonds (für institutionelle Investoren WKN: A0LGNP, für private Anleger WKN: A1T756), dem PRIMA Global Challenges A (WKN: A0JMLV) und dem Superior 6 – Global Challenges Fonds (WKN: A0Q7EM) – können sowohl private als auch institutionelle Anleger in den GCX investieren.

„Vor allem für institutionelle Investoren wird es zunehmend wichtiger, bei ihren Anlageentscheidungen nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen“, erläutert Janssen. „Der GCX zeigt sogar, dass nachhaltige Anlagen eine vergleichsweise höhere Performance erreichen können.“ So belegte der GCX jüngst auch in der Performance- und Risikoanalyse des Unternehmens Absolut research GmbH den ersten Platz unter den Aktienindizes mit nachhaltiger Auswahl und führt damit die Liste der Indizes mit dieser Ausrichtung für institutionelle Investoren an.

Pressemitteilung 1. September 2014


 

Global Challenges Index: Mehr als 250 Mio. Euro investiert - 15.07.2014

Investoren setzen immer stärker auf die Qualität des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover. Das auf Basis der GCX-Auswahl investierte Vermögen sprang zur Jahreshälfte deutlich über die Grenze von 250 Millionen Euro. Das zeigt die Auswertung der Fondsvolumina der drei Lizenzprodukte auf den Index zum 30. Juni 2014.

Der NORD/LB Asset Management Global Challenges Index Fonds ist bereits seit der Lancierung des Index im September 2007 am Markt und in einer Tranche für institutionelle (WKN: A0LGNP / ISIN: DE000A0LGNP3) und in einer für Privatanleger (WKN: A1T756 / ISIN: DE000A1T7561) erhältlich. Der Investmentfonds PRIMA – Jumbo A (WKN: A0JMLV / ISIN: LU0254565053) richtet sich vor allem an Privatanleger, die ohne Mindestanlagesumme in die GCX-Auswahl investieren wollen. Der dritte Fonds ist der Superior 6 – Global Challenges Fonds (WKN: A0Q7EM / ISIN: AT0000A0AA78) des Bankhauses Schelhammer & Schattera aus Österreich.

„Wir beobachten einen steten Anstieg bei nachhaltigen Geldanlagen, insbesondere bei der Nachfrage nach GCX-Produkten“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Das gibt unserem Konzept einer transparenten Aktienauswahl nach klaren Nachhaltigkeitskriterien Recht, die unabhängig und regelmäßig fortlaufend überprüft werden. Viele Marktteilnehmer halten sich mit nachhaltigen Investments nach wie vor zurück, weil sie nach einer eigenen Nachhaltigkeitsdefinition suchen. Mit dem GCX bieten wir ein fertiges Produkt und somit Orientierung. Die erfolgreiche Performance des Index belegt zudem, dass Nachhaltigkeit und Rendite sich nicht ausschließen, sondern sogar einander bedingen können.“

Pressemitteilung 15. Juli 2014


 

Wechsel im Beirat des Global Challenges Index: Berenike Wiener folgt auf Prof. Dr. Burkhard Küstermann - 11.07.2014

Mit Wirkung vom 15. Juli 2014 verstärkt die Stiftungsexpertin Berenike Wiener den für die Nachhaltigkeitsprodukte der Börse Hannover zuständigen Beirat. Wiener leitet seit 2012 beim Bundesverband Deutscher Stiftungen das Referat Stiftungsmanagement und Corporate Sektor. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die strategische Vermögensverwaltung bei Stiftungen und die Themen nachhaltige Geldanlage und Mission Investing. Der Beirat überwacht die Einhaltung der strengen Auswahlkriterien für die Aktien im Global Challenges Index (GCX) und dem Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC).

Wiener folgt auf Prof. Dr. Burkhard Küstermann, der einem Ruf an die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg gefolgt ist. Der Wissenschaftler, der zuvor an der Hochschule Osnabrück tätig war, schied im Zuge der Berufung an seinen neuen Lehrstuhl aus seinem Amt als stellvertretender Generalsekretär und Mitglied der Geschäftsleitung beim Bundesverband Deutscher Stiftungen aus.

Dem Beirat gehören neben Berenike Wiener weitere fünf Personen an: Der Vorsitzende des Beirats Dr. Rolf Krämer (Vizepräsident Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover) sowie Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationalen Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland), Dr. Wolfgang Gehra (Kaufmännischer Direktor Deutsche Franziskanerprovinz) und Walther Hirche (Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission).

Pressemitteilung 11. Juli 2014


 

Neuer Publikumsfonds auf den Global Challenges Index - 31.03.2014

Privatanleger können nun mit einem weiteren Publikumsfonds vom Erfolg des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) profitieren. Die NORD/LB Asset Management AG bietet den Global Challenges Index Fonds (WKN A1T756 / ISIN DE000A1T7561), der ursprünglich für institutionelle Anleger konzipiert war, jetzt auch für Privatanleger an. Schon mit einer Mindestanlage von 100 Euro können Fondsanteile erworben werden. Damit steht Investoren, die Wert auf starke nachhaltige Kriterien legen, eine weitere Möglichkeit der Geldanlage auf der Basis des GCX zur Verfügung.

Anleger partizipieren bei diesem Fonds von einem erfolgreichen Anlagekonzept: Die GCX-Auswahl, die nach strengen Nachhaltigkeitskriterien erfolgt, hat in der Vergangenheit überdurchschnittliche Renditen gebracht. Seit seiner Auflage im Jahr 2007 hat der GCX bis heute einen Wertzuwachs von rund 40 Prozent erzielt.

„Gesellschaftliche Verantwortung ist für immer mehr private Anleger ein wichtiges Kriterium bei der Anlagestrategie. Der GCX ist ein gutes Beispiel dafür, dass Nachhaltigkeitsanspruch mit guter Performance kombiniert werden kann“, kommentiert Andreas Lebe, Vorstand der NORD/LB Asset Management AG.

„Wir freuen uns, dass Anlegern nun ein weiterer Weg zur Verfügung steht, am Erfolg des GCX teilzuhaben“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Mit dem Global Challenges Index geben wir Investoren seit Jahren Orientierung bei der nachhaltigen Geldanlage und wollen auch in Zukunft eine Benchmark für nachhaltiges Investieren setzen.“

Pressemitteilung 31. März 2014


 

Rebalancing des GCX zum 21.03.2014: British Sky und Enagas rücken in den Global Challenges Index - 06.03.2014

Das britische Medienunternehmen British Sky und der spanische Gasnetzbetreiber Enagas werden zum 21.03.2014 Mitglied im Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX). Sie ersetzen den französischen Nahrungsmittelkonzern Danone und das deutsche Solarunternehmen SolarWorld, die nicht mehr den Anforderungen des GCX genügen.

„Die British Sky Broadcasting Group ist der führende Anbieter von Bezahlfernsehen in Europa und punktet vor allem durch sehr umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen mit detaillierten Zielen und Aktionsplänen“, erläutert Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die Entscheidung für die Aufnahme des Unternehmens in den Index. Zudem hat überzeugt, dass British Sky im Branchenvergleich sehr gute TV-Programminhalte zum Thema Klimaschutz bietet und somit zur Aufklärung über die Ursachen und Folgen des Klimawandels beiträgt.

Für den spanischen Konzern Enagas, der auf den Transport und die Speicherung von Erdgas spezialisiert ist, sprechen unter anderem umfassende und verbindliche Arbeitsrechtsstandards für Zulieferer und Auftragnehmer. „Aus Nachhaltigkeitssicht begrüßenswert ist zudem, dass bei der Vergütung der Vorstände Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden“, erläutert Karsten Greye, branchenverantwortlicher Analyst bei oekom research. „In der Verknüpfung von Nachhaltigkeitszielen und Vergütung sehen wir einen wichtigen Hebel für die stärkere Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten in den Unternehmen.“

Korruptionsvorwürfe sind der Grund, warum Danone seinen Platz im GCX räumen muss. In China tätigen Tochterunternehmen des französischen Konzerns wird vorgeworfen, Krankenhauspersonal bestochen zu haben, damit Neugeborenen das von ihnen produzierte Milchpulver verabreicht wird. SolarWorld muss den Nachhaltigkeitsindex verlassen, weil die Marktkapitalisierung des Unternehmens nicht mehr den Anforderungen entspricht.

Hintergrund des Wechsels bei der Index-Zugehörigkeit ist das reguläre Rebalancing des GCX. Seine Zusammensetzung wird halbjährlich geprüft. Wenn Titel nicht mehr den strengen, von oekom research und der Börse Hannover entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Aktien in den Index aufgenommen.

Pressemitteilung 6. März 2014



 

Global Challenges Index: Erster Fonds für deutsche Privatanleger bildet die nachhaltige Aktienauswahl ab - 28.11.2013

Über den Kauf von Investmentfondsanteilen können deutsche Privatanleger erstmalig von der erfolgreichen Aktienauswahl des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) profitieren. Der Investmentfonds PRIMA – Jumbo A (WKN: A0JMLV / ISIN: LU0254565053), der den GCX annähernd eins zu eins abbildet, ist ab sofort an der Börse Hamburg und der Börse Hannover handelbar. Der Fonds ist ein Lizenzprodukt der PRIMA Fonds Service GmbH in Wiesbaden auf den Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover. Damit steht auf dem deutschen Markt nun ein Publikumsfonds zur Verfügung, mit dem Anleger ohne Mindestanlagesumme in die Aktienauswahl des GCX investieren können.

„Immer mehr Anleger suchen Orientierung beim Thema nachhaltige Geldanlage. Mit dem PRIMA – Jumbo A erhalten Privatanleger die Möglichkeit, an der Entwicklung des GCX zu partizipieren und damit in Unternehmen zu investieren, die den strengen Nachhaltigkeitskriterien des GCX entsprechen“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX 2007 in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. Dabei profitieren Anleger vom erfolgreichen Anlagekonzept: Die GCX-Auswahl hat in der Vergangenheit überdurchschnittliche Renditen gebracht. In den mehr als sechs Jahren seines Bestehens hat der GCX die Wertentwicklung großer Indizes wie DAX, EuroStoxx und MSCI World regelmäßig geschlagen. Seit seiner Auflage in 2007 hat der GCX bis heute einen Wertzuwachs von rund 37 Prozent erzielt.

„Die erfolgreiche Performance der GCX-Auswahl zeigt: Nachhaltigkeit und Ertragsstärke schließen einander nicht aus“, kommentiert Dr. Hendrik Leber, Geschäftsführer der ACATIS Investment GmbH in Frankfurt am Main, der den Fonds berät. „Gerade für Privatanleger ist eine Geldanlage nach den GCX-Kriterien ein lohnendes Investment.“

Der PRIMA – Jumbo A investiert das Geld der Anleger derzeit vor allem in der Eurozone (30 Prozent), in Großbritannien (24 Prozent) und Nordamerika (31 Prozent). Das Fondsvolumen des PRIMA – Jumbo A beträgt aktuell 50,7 Mio Euro. Kapitalverwaltungsgesellschaft und Fondsmanager ist IPConcept in Luxemburg, eine Tochter der DZ Privatbank S.A.

„Wir waren vom Konzept des GCX sehr schnell überzeugt und freuen uns, unseren Kunden und Vertriebspartnern einen Fonds anbieten zu können, der nachhaltig investiert und dabei eine interessante Performance vorweisen kann“, ergänzt Thomas Hellener, Geschäftsführer des Fondsinitiators PRIMA Fonds Service GmbH. Anleger kön-nen auf die nachhaltige Auswahl einen Spar- oder Entnahmeplan abschließen, eine Einmalanlage leisten und Vermögenswirksame Leistungen (VL) des Arbeitgebers im Fonds anlegen.

Nähere Informationen zum PRIMA – Jumbo A finden Anleger unter http://kurse.boersenag.de/fonds/portrait/LU0254565053?b=ham sowie unter http://www.primafonds.com/prima-jumbo.html.

Pressemitteilung 28. November 2013



 

Dr. Wolfgang Gehra wird Mitglied im Beirat - 01.11.2013

Der Beirat des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) verstärkt sich mit einem neuen Mitglied aus dem Kirchenkreis. Mit Wirkung vom 1. November tritt Dr. Wolfgang Gehra in das Gremium ein. Dr. Gehra ist kaufmännischer Direktor und Ständiger Vertreter des Provinzökonomen der Deutschen Franziskanerprovinz in München. Der studierte Betriebswirt ist unter anderem für die Vermögensverwaltung der Altersvorsorge der Ordensmitglieder zuständig. Dabei berücksichtigt er Nachhaltigkeitskriterien in besonderem Maße.

Neben dem Betrieb von Exerzitien- und Gästehäusern sowie Schulen und Wallfahrtsstätten engagiert sich die Deutsche Franziskanerprovinz unter anderem an mehr als 40 Standorten direkt und über verschiedene Stiftungen in der Hilfe für Arme und Menschen in Notsituationen. Vor seiner Tätigkeit bei den Franziskanern war Gehra Geschäftsführer der Klosterbetriebe Plankstetten, einer Benediktinerabtei, die konsequent ökologische Produkte erzeugt.

„Wir freuen uns, mit Dr. Wolfgang Gehra einen ausgewiesenen Experten für die nachhaltige Geldanlage gewonnen zu haben“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Als erfahrener Spezialist für den Bereich nachhaltige Geldanlage wird er den konstruktiven Austausch im Beirat und die Auswahl der Aktien im GCX nach ethischen Kriterien sichern.“

An der Spitze des GCX-Beirats steht Dr. Rolf Krämer, Vizepräsident der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Dr. Gehra nimmt den Platz von Sr. M. Juliane Flormann osf (Kloster Sießen) ein, die aus persönlichen Gründen ihr Amt niederlegte. Des Weiteren gehören dem Gremium der stellvertretende Generalsekretär beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, Prof. Burkhard Küstermann, an sowie Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationalen Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland) sowie Walter Hirche (Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission).

Pressemitteilung 1. November 2013


 

Rebalancing des GCX zum 20.09.2013: FirstGroup und Intel neu im Global Challenges Index - 10.09.2013

Das britische Transportunternehmen FirstGroup und der Chip-Hersteller Intel rücken zum 20. September 2013 in den Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) auf. Sie ersetzen den österreichischen Verpackungshersteller Mayr-Melnhof und das schwedische Papier- und Forstunternehmen Svenska Cellulosa, die nicht länger den strengen Nachhaltigkeitsanforderungen des erfolgreichen Aktienindex genügen.

FirstGroup ist eines der führenden Transportunternehmen in Großbritannien und Nordamerika und befördert rund 2,5 Milliarden Passagiere pro Jahr, unter anderem mit den bekannten Greyhound-Bussen. Dabei setzt das Unternehmen auf Maßnahmen zur Steigerung der Kraftstoff- und Energieeffizienz sowie auf alternative Antriebe und Kraftstoffe, beispielsweise die Nutzung von Hybrid-Antrieben. Dadurch sollen die umwelt- und klimabezogenen Auswirkungen des Transports reduziert werden.
 
„Die Entscheidung für Intel fiel positiv aus, da das Unternehmen ambitionierte Ziele und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels formuliert hat,“ erläutert Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Zudem setzt sich das IT-Unternehmen für einen Technologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer ein und unterstützt damit aktiv die Bemühungen zur Reduzierung des so genannten digitalen Grabens.“

Seinen Platz im GCX räumen muss zum einen Svenska Cellulosa. Hintergrund sind hier Fälle von Zwangsarbeit bei einem Subunternehmen in Schweden. Dieses hatte Waldarbeiter aus Kamerun unter falschen Versprechungen nach Schweden gelockt und zur Arbeit gezwungen. „Als Auftraggeber steht Svenska Cellulosa in der Verantwortung, Standards für die Berücksichtigung anerkannter Arbeitsrechte auch bei seinen Zulieferern und Subunternehmern zu definieren und deren Einhaltung sicherzustellen,“ erläutert Ellen Mayer, branchenverantwortliche Analystin bei oekom research.
 
Bei Mayr-Melnhof, dem anderen Unternehmen, das den GCX verlassen muss, reichen die Anstrengungen im Nachhaltigkeitsmanagement insgesamt nicht mehr aus, um sich für den Nachhaltigkeitsindex zu qualifizieren. Das Unternehmen hat im aktuellen Rating den erforderlichen oekom Prime-Status nicht mehr erreicht. Defizite sieht die Nachhaltigkeits-Ratingagentur vor allem in der mangelnden Transparenz in Bezug auf die Ziele und Maßnahmen in maßgeblichen Bereichen des Nachhaltigkeitsmanagements in der Verpackungsindustrie, etwa den Aktivitäten zur Senkung des Material- und Rohstoffverbrauchs.

Hintergrund des Wechsels bei der Index-Zugehörigkeit ist das reguläre Rebalancing des GCX. Seine Zusammensetzung wird halbjährlich geprüft. Wenn Titel nicht mehr den strengen, von oekom research und der Börse Hannover entwickelten Auswahlkriterien genügen, werden an ihrer Stelle neue Aktien in den Index aufgenommen.

Pressemitteilung 10. September 2013


 

Sechs Jahre Global Challenges Index: Nachhaltigkeits-Barometer schlägt erneut große Indizes - 04.09.2013

Der Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) hat in den sechs Jahren seines Bestehens wichtige Aktienindizes weltweit geschlagen. Wie eine Auswertung der Börse Hannover zum sechsten Geburtstag des Index zeigt, hat sich dieser seit dem Datum seiner Auflage – dem 3. September 2007 – deutlich besser entwickelt als der Deutsche Aktienindex (DAX), der EuroStoxx oder der MSCI World.

Während der GCX auf die vergangenen sechs Jahre betrachtet um annähernd ein Drittel (29,28 Prozent) zulegte, verzeichneten DAX und MSCI World in diesem Zeitraum lediglich einen Gewinn von 8,97 Prozent (DAX) beziehungsweise 17,1 Prozent (MSCI World). Der EuroStoxx verlor auf die vergangenen sechs Jahre betrachtet sogar ein Fünftel (20,48 Prozent; Performance auf der Basis der Indexstände vom 30.08.2007 bis zum 29.08.2013).

Der GCX, den die Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research entwickelt hat, bildet die Aktien besonders nachhaltiger Unternehmen ab und gibt Anlegern damit Orientierung bei der nachhaltigen Geldanlage. Für die Aufnahme ihrer Aktie in den GCX und den Verbleib im Index müssen Unternehmen besonders strenge Kriterien erfüllen. Grundsätzlich ausgeschlossen sind zum Beispiel Firmen, die in kontroverse Geschäftsfelder wie Atomenergie oder Rüstung investieren oder gegen Umweltstandards oder die Menschenrechte verstoßen. Außerdem werden aktiv solche Unternehmen ausgewählt, die einen richtungsweisenden Beitrag zur Bewältigung von mindestens einer der sieben großen globalen Herausforderungen leisten: die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels, die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser, ein nachhaltiger Umgang mit Wäldern, der Erhalt der Artenvielfalt, der Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung, die Bekämpfung der Armut sowie die Unterstützung verantwortungsvoller Führungsstrukturen.

Ein unabhängiger Beirat überprüft die Zusammenstellung alle sechs Monate und veranlasst gegebenenfalls ein Rebalancing. So sind in den vergangenen sechs Jahren immer wieder Aktien aus dem Index herausgefallen, weil sie die besonders strengen Nachhaltigkeitskriterien nicht mehr erfüllen.

„Die Jahre seit der Auflage des GCX waren angesichts von Finanz- und Staatsschuldenkrise turbulente Börsenjahre. Umso höher ist die herausragende Performance unseres Nachhaltigkeitsindex zu bewerten“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Das zeigt: Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Beim GCX gehen beide Hand in Hand.“

Aufgrund des großen Erfolgs des Global Challenges Index bietet die Börse Hannover Anlegern seit dem 15. Juli auf der Basis der GCX-Kriterien einen Basket mit Emittenten nachhaltiger Unternehmensanleihen. Mit seiner Auswahl auf der Basis derselben strengen Nachhaltigkeitskriterien weist der Global Challenges Corporates Anlegern den Weg zu Schuldverschreibungen besonders nachhaltiger Firmen. Somit müssen institutionelle Investoren kein eigenes Nachhaltigkeitsresearch betreiben.

Pressemitteilung 4. September 2013


 

Corporates mit Verantwortung: NORD/LB AM legt Rentenfonds mit Nachhaltigkeitskriterien auf - 15.07.2013

Die NORD/LB Asset Management Gruppe hat heute, am 15. Juli 2013, den aktiv gemanagten Rentenfonds NORD/LB AM Global Challenges Corporate Bonds (ISIN DE000A1J3WP0) aufgelegt. Der institutionelle Publikumsfonds soll das nachhaltige Erfolgskonzept des seit 2007 etablierten Aktienfonds NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds um Unternehmensanleihen erweitern. Das Rentenuniversum für den Fonds wird von der unabhängigen Ratingagentur oekom research AG in Kooperation mit der Börse Hannover zusammengestellt. Das Anlageuniversum orientiert sich dabei an den klaren Nachhaltigkeits-Vorgaben des Global Challenges Index der Börse Hannover und den ethischen Ausschlusskriterien der Evangelischen Kirche in Deutschland.

„Verantwortungsbewusstsein gegenüber zukünftigen Generationen und sparsamer Umgang mit Ressourcen sind ein zentrales Thema in der Öffentlichkeit, das auch für Investoren stetig an Relevanz gewinnt. Unternehmen, die sich dieser Herausforderung stellen, werden zukünftig Performance- und Risikovorteile haben. Davon können unsere Anleger nun mit einem transparenten und bewährten Nachhaltigkeitskonzept auch bei Unternehmensanleihen profitieren“, sagt Andreas Lebe, Geschäftsführer der NORD/LB Asset Management Gruppe.
Das Vorbild aus dem Aktienbereich, der NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds, habe rund fünf Jahre nach Einführung eine hohe Bekanntheit am Markt erreicht und gelte als Beispiel für einen Index mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch bei guter Performance.

Für den aktiv gemanagten Rentenfonds werden 40 - 70 Titel überwiegend europäischer Emittenten ausgewählt, die ausschließlich mit dem Prime Status von oekom research versehen sind. Den Anlageschwerpunkt bilden Unternehmensanleihen. Sie müssen mindestens 75 Prozent des Portfolios ausmachen, Financials höchstens 25 Prozent. Die NORD/LB AM kann dabei ihre Kompetenz im Management von Unternehmensanleihen mit einem nachhaltigen Konzept festigen.

Mit einer Mindestanlagesumme von 250.000 Euro richtet sich der Fonds ausschließlich an institutionelle Anleger. Die Fondsanteile lauten auf Euro. Die Verwaltungsvergütung beträgt 0,4 Prozent. Das Startkapital stammt von Anlegern aus dem kirchlichen Umfeld.

Pressemitteilung Juli 2013


 

Global Challenges Corporates: Neuer Kompass für das Investieren in nachhaltige Unternehmensanleihen - 15.07.2013

Seit dem heutigen Tag bietet die Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research mit dem Global Challenges Corporates (GCC) eine neue Orientierungshilfe zu nachhaltigen Anlagen an. Basierend auf dem Konzept des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX), der seit 2007 die Aktien besonders nachhaltiger Unternehmen zusammenfasst, gibt der GCC einen Überblick über nachhaltig wirtschaftende Emittenten von Anleihen. Voraussetzung für die Aufnahme in den Nachhaltigkeits-Basket – ein Korb ausgewählter Emittenten – ist, dass die Unternehmen strengen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsleistung genügen. So müssen sie im Rahmen des oekom Corporate Ratings den Best-in-Class-Status erreichen und dürfen nicht gegen die umfangreichen Ausschlusskriterien verstoßen, die auch bereits für den GCX gelten. Dazu zählen kontroverse Geschäftsfelder wie Atomenergie oder Rüstung sowie kontroverse Geschäftspraktiken wie Umweltverstöße oder Menschenrechtsverletzungen. Somit enthält der GCC zahlreiche Unternehmen, die einen richtungsweisenden Beitrag zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen leisten. Dies sind die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels, die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser, ein nachhaltiger Umgang mit Wäldern, der Erhalt der Artenvielfalt, der Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung, die Bekämpfung der Armut sowie die Unterstützung verantwortungsvoller Führungsstrukturen.

„Mit dem Global Challenges Corporates müssen institutionelle Anleger kein eigenes Nachhaltigkeitsresearch betreiben, sondern können sich bei ihren Investitionen eines Baskets bedienen, der strenge Kriterien erfüllen muss“, sagt Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Viele Investoren setzen bei Aktien bereits auf das Thema Nachhaltigkeit. Sie mussten aber bislang nach einem Instrument suchen, das sie bei ihren Entscheidungen im nachhaltigen Anleihen-Segment unterstützt – diesem Bedarf im Markt kommen wir nun nach.“ Anleger können zukünftig in Produkte auf den GCC investieren. Zusätzlich besteht für Lizenznehmer die Möglichkeit, die GCC-Auswahl für die Konzeption eigener Produkte – etwa für Investmentfonds – zu nutzen. So bietet die NORD/LB Asset Management ab heute einen auf dem GCC-Basket basierenden, aktiv gemanagten Fonds (ISIN DE000A1J3WP0) an. Die NORD/LB Asset Management hatte nach dem großen Erfolg des GCX-Aktien-Fonds, den neuen Basket gemeinsam mit der Börse Hannover und oekom research initiiert.

„Wir haben, ähnlich wie beim GCX, wieder besonders strenge Auswahlkriterien zugrunde gelegt, anhand derer wir Emittenten bewerten“, sagt Robert Haßler, CEO von oekom research. „Durch den Erfolg des GCX, der seit seiner Auflegung im September 2007 den DAX sowie andere international bedeutende Indizes wie den MSCI World schlägt, sind wir uns sicher, dass unsere erprobten Maßstäbe für die Auswahl von Unternehmen auch den GCC zu einer wertvollen Navigationshilfe machen werden.“

Über die Einhaltung der Auswahlkriterien wacht der GCC-Beirat, der die Fortentwicklung des Emittenten-Baskets aktiv begleitet und die Auswahl alle sechs Monate überprüft. Derzeit gehören dem Gremium sechs Personen an: Prof. Burkhard Küstermann (stellvertretender Generalsekretär beim Bundesverband Deutscher Stiftungen), Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationalen Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland), Sr. M. Juliane Flormann osf (Kloster Sießen), Dr. Rolf Krämer (Evangelisch-lutherische Landeskirche) und Walther Hirche (Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission).

Pressemitteilung Juli 2013


 

Neuer Vorsitzender im Beirat des Global Challenges Index - 03.05.2013

Der Beirat des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) hat einen neuen Vorsitzenden. Die Beiratsmitglieder wählten Dr. Rolf Krämer, Vizepräsident der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, mit Wirkung vom 1. Mai 2013 einstimmig an die Spitze des Gremiums.

Dr. Rolf Krämer vertritt im GCX-Beirat seit der Auflage des Index im Jahr 2007 die Position der evangelisch-lutherischen Kirche. Der 57-jährige Betriebswirt und Jurist trat 1993 als Assessor in den Dienst der Landeskirche ein. Nach verschiedenen Stationen im Landeskirchenamt wurde er 2002 zum Vizepräsidenten ernannt und leitet die Finanzabteilung.

„Dr. Rolf Krämer hat die Entwicklung des GCX von Beginn an begleitet und kennt die hohen Anforderungen, die wir an Unternehmen stellen, wie kaum ein zweiter“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Er wird die Auswahl und das regelmäßige Rebalancing auf der Basis unserer Kriterien daher gemeinsam mit den übrigen Beiratsmitgliedern ohne Zweifel erfolgreich steuern und die hohe Attraktivität des GCX für Investoren sichern.“

Krämer tritt die Nachfolge von Dr. Hermann Falk an. Hintergrund ist, dass Falk die Geschäftsleitung beim Bundesverband Deutscher Stiftungen im Februar verlassen hatte und im Zuge dessen aus dem Beirat ausgeschieden war. Seinen Platz hat der neue stellvertretende Generalsekretär beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, Prof. Burkhard Küstermann, eingenommen.

Pressemitteilung Mai 2013


 

Wechsel im Beirat des Global Challenges Index - 02.04.2013

Prof. Dr. Burkhard Küstermann verstärkt vom 1. April an den Beirat des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX). „Wir freuen uns sehr, mit Prof. Küstermann wieder einen ausgewiesenen Experten aus dem Bereich Stiftungen gewonnen zu haben“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Als langjähriger Kenner der Bedürfnisse von Stiftungen wird er die Arbeit des Beirates bereichern und die hohe Attraktivität des GCX für Investoren weiter unterstützen.“

Prof. Küstermann ist seit dem Wintersemester 2011/2012 Professor für öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Sozialrecht an der Hochschule Osnabrück. Er begann seine akademische Karriere als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunalrecht der Universität Osnabrück. Im Jahr 2002 wurde er Referendar am Landgericht Osnabrück. Dem Thema Stiftungen ist er seit Jahren verbunden: 2005 kam er als Justiziar zur Initiative Bürgerstiftungen. Nach kurzer Zeit übernimmt er die Funktion eines Referenten beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2008 ist Prof. Küstermann inzwischen Leiter der Initiative Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Küstermann tritt noch im ersten Halbjahr dieses Jahres den Posten des stellvertretenden Generalsekretärs beim Bundesverband Deutscher Stiftungen an, den er von Dr. Hermann Falk übernimmt. Als Leiter der Initiative Bürgerstiftungen ist er bereits Mitglied der Geschäftsleitung des Verbands. Aufgrund dieses Wechsels ersetzt Prof. Küstermann Dr. Falk auch im Beirat des GCX. Falk hat die Geschäftsleitung beim Bundesverband Deutscher Stiftungen im Februar verlassen.

„Wir danken Dr. Hermann Falk sehr für seine engagierte Arbeit an der Spitze des Beirats“, sagt Dr. Sandra Lüth. „Er hat mit seinem Wissen und seinem großen Einsatz dazu beigetragen, dass der GCX bei Anlegern, die nachhaltig investieren wollen, zu einem verlässlichen und gut positionierten Produkt geworden ist.“ Dem GCX-Beirat gehören neben Prof. Burkhard Küstermann fünf Personen an: Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationalen Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland), Sr. M. Juliane Flormann osf (Kloster Sießen), Dr. Rolf Krämer (Evangelisch-lutherische Landeskirche) und Walther Hirche (Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission).

Pressemitteilung April 2013


 

Vier neue Unternehmen im Global Challenges Index - 06.03.2013

Mit Wirkung zum 15. März 2013 rücken vier neue Unternehmen in den Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) auf. Die Gesellschaften zeichnen sich durch eine besonders nachhaltige Unternehmensführung aus, die den strengen, von der Börse Hannover und der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research für den Index definierten Anforderungen genügen.

So wird zum einen das italienische Gasunternehmen Snam in den Index aufgenommen. Snam überzeugt unter anderem durch seine konzernweite Klimaschutzstrategie. Hohe Standards zum nachhaltigen Bauen zeichnen den britischen Baukonzern Berkeley aus. Das Unternehmen wurde unlängst als nachhaltigstes Bauunternehmen in Großbritannien prämiert. Das Softwareunternehmen CA Inc. aus den USA hat unter anderem ein spezielles Programm für das unternehmerische Nachhaltigkeitsmanagement sowie für die Erfassung von Verbrauchs- und Emissionsdaten entwickelt – auch CA Inc. wird künftig im GCX geführt. Das vierte Unternehmen, das in den Index aufgenommen wird, ist der italienische Verkehrstechnikhersteller Ansaldo STS, der Lösungen im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der erneuerbaren Energien anbietet.

„Neben ihrem Beitrag zum Umgang mit den sieben globalen Herausforderungen, die die Basis der GCX-Zusammensetzung bilden, demonstrieren die vier neuen Unternehmen im Index eine besondere Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft“, erläutert Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Hintergrund der Neubesetzung ist das reguläre Rebalancing des Nachhaltigkeitsindex. Die Zusammensetzung des GCX wird halbjährlich geprüft. Genügen bestimmte Titel nicht mehr den strengen Auswahlkriterien der Index-Anbieter, werden neue Unternehmen in den Index aufgenommen.

Zum 15. März aus dem Global Challenges Index gestrichen werden das Solarunternehmen Conergy, der japanische Automobilzulieferer Denso, das schwedische Immobilienunternehmen JM und der norwegische Versicherungskonzern Storebrand. Die Gründe für den Ausschluss der Unternehmen sind unterschiedlich: Während Conergy die Anforderungen an die Marktkapitalisierung nicht mehr erfüllt, wird Denso wegen eines Verstoßes gegen Anforderungen an Arbeitsrechte ausgeschlossen. Hintergrund sind schlechte Arbeitsbedingungen bei mehreren Zulieferunternehmen in Malaysia. JM und Storebrand haben den sogenannten oekom Prime-Status verloren. Er wird von der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research an Unternehmen vergeben, die den branchenspezifisch definierten Anforderungen von oekom an das Nachhaltigkeitsmanagement genügen.

Pressemitteilung März 2013



 

Pennon Group aufgenommen - 08.02.2013

Die Aktie der britischen Pennon Group rückt mit Wirkung zum 12. Februar 2013 in den Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) auf. Das Unternehmen ist in den Bereichen Wasser- und Abwasserwirtschaft, Abfallbeseitigung sowie Recycling aktiv und zudem Anbieter alternativer Energien. Die Pennon Group erfüllt die hohen, für eine Aufnahme in den GCX geforderten Kriterien im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements. Besonders hervorzuheben sind dabei die guten Maßnahmen zur Sicherung einer nachhaltigen Wasserentnahme sowie die Programme zur Unterstützung sozial benachteiligter Kunden. Die Pennon Group ersetzt den niederländischen Finanzkonzern SNS REAAL, der nach einem Beschluss der niederländischen Regierung verstaatlicht werden soll.

Pressemitteilung Februar 2013


 

Interface wird in Global Challenges Index aufgenommen - 13.09.2012

Der US-amerikanische Teppichhersteller Interface rückt in den Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, den Global Challenges Index (GCX), auf. Das Unternehmen ersetzt zum 21. September 2012 das deutsche Solarunternehmen Q-Cells, das den Anforderungen des GCX an die Marktkapitalisierung nicht mehr genügt.

Interface entwickelt und produziert Teppichböden und gehört aus Nachhaltigkeitssicht zu den Vorreitern innerhalb seiner Branche. „Das Unternehmen überzeugt durch einen hohen Anteil an rezyklierten Materialien und seine umfassenden Bemühungen, geschlossene Produktkreisläufe einzurichten“, erläutert Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. So werden im Rahmen des ReEntry-Programms alte Teppichmodule zu neuen Teppichen recycelt. In seinem Produktdesign nutzt der Teppichhersteller Ökobilanzen, um den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte zu verringern. Zudem hat Interface gute Maßnahmen unternommen, um kontroverse Substanzen in textilen Bodenbelägen zu reduzieren, z. B. lässt das Unternehmen seine Produkte durch anerkannte Umwelt-Labels überprüfen. Alle in Europa verkauften Teppichböden tragen das GUT-Prüfsiegel, das Richtlinien für Schadstoffe in Endprodukten vorgibt. Die Produktionsstätten des Unternehmens haben Umweltmanagementsysteme, die nach ISO 14001 zertifiziert sind.

Das Solarunternehmen Q-Cells fällt dafür aus dem Index heraus. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht nicht mehr den Regeln des GCX, die eine Mindestmarktkapitalisierung von 100 Millionen Euro vorsehen. Das Unternehmen hatte Anfang April 2012 Insolvenz angemeldet und wird durch den südkoreanischen Hanwha-Konzern übernommen.

Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet am 21. September 2012 statt.

Pressemitteilung September 2012


 

Fünf Jahre Nachhaltigkeitsindex GCX: Nachhaltigkeit und Rendite von Anfang an im Einklang - 03.09.2012

Der Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) feiert einen erfolgreichen fünften Geburtstag. Seit seiner Auflegung vor genau fünf Jahren hat der GCX sich deutlich besser entwickelt als die Leitindizes. Bis heute hat er eine Wertsteigerung von 1,60 Prozent erzielt und damit besser als der DAX (-8,30 Prozent) und der EuroStoxx (-32,74 Prozent) abgeschnitten. Im Vergleich mit den großen Leitindizes konnte nur der MSCI World (3,56 Prozent) eine leicht höhere Wertsteigerung über die letzten fünf Jahre erzielen. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Börse Hannover hervor (Stand: 30. August 2012). Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat den GCX damit wesentlich weniger beeinträchtigt als die etablierten Aktienindizes. Auch auf Jahressicht hat der GCX hinsichtlich der Performance den DAX (16,91 Prozent) und den EuroStoxx (7,14 Prozent) geschlagen: Seit Januar stieg der Wert des GCX um 19,30 Prozent und liegt damit sogar auch vor dem MSCI World (14,10 Prozent).

Große Vielfalt nachhaltiger Unternehmen im Index

Die Börse Hannover hat den Nachhaltigkeitsindex GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research im September 2007 aufgelegt. Der Index umfasst insgesamt 50 Titel weltweit tätiger Konzerne sowie kleiner und mittelständischer Unternehmen. Allen Titeln gemein ist, dass sie mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsangebot eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich so zugleich Chancen für ihre künftige Geschäftsentwicklung erschließen. „Das einzigartige Modell des GCX hat sich überaus bewährt“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Zum fünften Geburtstag des Index zeigt sich deutlich, dass Rendite und Nachhaltigkeit einander nicht ausschließen.“

Über 100 Millionen Euro in GCX investiert

„Gerade in unsicheren Zeiten bieten die im GCX vertretenen Unternehmen ein langfristig solides, energie- und ressourceneffizientes Geschäftsmodell, was der Umwelt und den Arbeitnehmern ebenso zugutekommt wie den Investoren“, erklärt Dr. Hermann Falk, stellvertretender Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen. Dass Nachhaltigkeitsaspekte und gute Performance miteinander vereinbar sind, erkennen immer mehr Anleger: Für institutionelle Investoren gewinnt der GCX zunehmend an Bedeutung. Aktuell sind über 100 Millionen Euro in Fonds investiert, die den Index abbilden. „Die langfristig gute Performance zieht viele institutionelle Investoren an“, sagt Lüth. Seit Frühjahr des Jahres haben auch kleinere Institutionelle sowie vermögende Privatanleger die Möglichkeit, an der Wertentwicklung des Index teilzuhaben: Die Investition in den NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds (ISIN: DE000A0LGNP3) ist seither ab 50.000 Euro möglich. In Österreich gibt es auch einen eigens für Privatanleger aufgelegten Fonds, den Superior 6 – Global Challenges (ISIN: AT0000A0AA60) des Bankhauses Schelhammer & Schattera.

Diversifikation für Institutionelle

Eine weitere Besonderheit des GCX ist, dass er nicht auf einem finanzmathematischen Konzept beruht, sondern eine Einzeltitelauswahl auf Basis der Nachhaltigkeitskriterien stattfindet, die aus den sieben globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts abgeleitet wurden. „Wer in nachhaltige Firmenwerte investiert, baut seine Kapitalanlage auf festen Grund, ermutigt Unternehmensleitungen zu nachhaltigem Wirtschaften und leistet zudem einen Beitrag für eine gerechtere Welt und zum Erhalt der Schöpfung“, so Dr. Rolf Krämer, Vizepräsident der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Ein regelmäßiger Austausch zur Zusammensetzung des GCX erfolgt mit einem unabhängigen Beirat, dem Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, der Deutschen Unesco-Kommission, der International Labour Organization (ILO), des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und des WWF angehören. „Die Aufnahme von Unternehmen in den GCX erfolgt rein auf Basis der nachhaltigen Kriterien. Lediglich eine Mindestmarktkapitalisierung von 100 Mio. Euro pro Unternehmen ist notwendig“, sagt Lüth. „Dieses Konzept stellt einen neuen Aspekt der Risikostreuung dar, da gerade nicht auf die typischen Finanzkennzahlen geschaut wird.“

Stimmen zum Global Challenges Index

Anlässlich des 5. Jubiläums des GCX äußerten sich Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Die Statements stehen hier als Download bereit.


Pressemitteilung 3. September 2012
Statements zum 5. Jubiläum des GCX


 

Munich Re wegen Umweltverstoß ausgeschlossen - 08.03.2012

Der Bau des Belo Monte-Staudammes im brasilianischen Amazonasgebiet wird wegen der befürchteten Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner stark kritisiert. Experten erwarten negative Effekte auf den Amazonas-Regenwald, insbesondere auf die Artenvielfalt und damit die Lebensgrundlagen der Ureinwohner. Wegen ihrer Beteiligung an diesem Projekt wird die Munich Re aus dem Global Challenges Index (GCX) ausgeschlossen. Der Rückversicherer hat die Absicherung der Bauphase des Projektes übernommen und damit gegen die strengen Umweltregeln des GCX verstoßen.

Für die Munich Re rückt das britische Handelsunternehmen J Sainsbury in den Index auf. Der Einzelhändler überzeugt unter anderem durch ein gutes System, mit dem die Einhaltung sozialer Standards in der Zulieferkette sichergestellt wird. Es fördert den Verkauf von Produkten, die besonderen sozialen oder umweltbezogenen Anforderungen genügen, beispielsweise Fairtrade-Produkte, und hat umfassende Maßnahmen unternommen, um die Transporteffizienz zu steigern und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. „Mit J Sainsbury rückt ein Handelsunternehmen in den GCX, das seine Rolle als Gatekeeper für soziale und ökologische Produkte ernst nimmt“, bewertet Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover und der Börse Hamburg, das Unternehmen.

Als zweites rückt der US-amerikanische Nahrungsmittelhersteller Hain Celestial nach. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Großteil seines Umsatzes mit der Produktion und dem Verkauf organischer Nahrungsmittel. „Überzeugt haben uns außerdem die umfangreichen Maßnahmen des Unternehmens, um den Verpackungsaufwand zu reduzieren“, stellt Rolf D. Häßler, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG, fest. Hain Celestial ersetzt das US-Technologieunternehmen Energy Conversion Devices, das im Bereich der erneuerbaren Energien tätig ist. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht nicht mehr den Regeln des GCX, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 100 Millionen Euro vorsehen.

Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet am 16. März 2012 statt.

Pressemitteilung März 2012


 

Institutionelle Anleger setzen auf Nachhaltigkeit - Index-Fonds auf Global Challenges Index erreicht Volumen von über 50 Mio. Euro - 20.12.2011

Trotz der Euro-Krise ist bei der Geldanlage Nachhaltigkeit sehr gefragt: So haben institutionelle Anleger seit September neue Mittel in Höhe von gut 9 Mio. Euro in den NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds (ISIN: DE000A0LGNP3) investiert. Damit beläuft sich das Anlagevolumen des Fonds nun auf mehr als 50 Mio. Euro. Der Index-Fonds bildet den Global Challenges Index (GCX) nahezu 1:1 ab. Der Fonds wird von der NORD/LB Asset Management verwaltet und richtet sich ausschließlich an institutionelle Investoren.

In dem 2007 von der Börse Hannover initiierten Nachhaltigkeitsindex GCX befinden sich Aktien von 50 Unternehmen aus Europa und den G7-Staaten, die besondere Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. "Der GCX schafft Orientierung und Transparenz. Die Nachfrage nach dem GCX-Fonds zeigt, wie sehr die institutionellen Anleger der Aktienauswahl unseres Nachhaltigkeitsindex vertrauen", sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. "Gleichzeitig können sie damit gute Renditen erzielen." Denn auf die vergangenen drei Jahre bezogen schneidet der GCX besser ab als der DAX und der EuroStoxx. Der GCX verzeichnete in diesem Zeitraum eine Wertsteigerung von 32 Prozent (Stand: 16.11.2011).

"Nachhaltiges Investment ist nicht mehr länger nur ein Thema für ethisch orientierte Anleger, sondern überzeugt zunehmend auch den klassischen Aktieninvestor. Nachhaltige Investmentfonds rücken dabei stärker ins Blickfeld, Nettomittelzuflüsse in unseren Nachhaltigkeitsfonds von gut 9 Mio. Euro seit September bestätigen diesen Trend.
Für Anleger ist ein transparenter Investmentprozess wie beim Global Challenges Index unabdingbar, hierdurch ist der Abgleich über ein einheitliches Verständnis beim Thema Nachhaltigkeit gewährleistet.", so Jens Pludra, Fondsmanager des NORD/ LB AM Global Challenges Index-Fonds.


 

Global Challenges Index der Börse Hannover schlägt den DAX - 18.11.2011

Der Global Challenges Index (GCX), der Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, hat in den vergangenen drei Jahren eine bessere Wertentwicklung verzeichnet als der DAX. Im laufenden Jahr sowie über ein Jahr und über drei Jahre hat der GCX eine deutlich bessere Wertentwicklung als der deutsche Leitindex erzielt. Das geht aus einer neuen Performance-Auswertung der Börse Hannover hervor (Stand: 16.11.2011).

Auf die vergangenen drei Jahre bezogen schneidet der GCX besser ab als DAX und Euro Stoxx. In diesem Zeitraum verzeichnete der GCX eine Wertsteigerung von 32,0 Prozent - der DAX erzielte lediglich ein Plus von 25,5 Prozent, der Euro Stoxx musste sogar ein Minus von 7,7 Prozent hinnehmen. Lediglich der MSCI World lag mit seiner Kursentwicklung über der des GCX: Er steigerte seinen Wert um 37,1 Prozent.

"Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit steigt zwar, aber bei der Geldanlage gerät der Nachhaltigkeitsaspekt nach wie vor oft in Vergessenheit", sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. "Die Entwicklung des GCX zeigt, dass auch nachhaltige Titel hohe Renditen erzielen können."

Der im Herbst 2007 aufgelegte Nachhaltigkeitsindex GCX umfasst insgesamt 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittelständischer Firmen, die durch ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung erschließen. Auch starke nachhaltige Unternehmen aus der zweiten Reihe haben die Entwicklung des GCX geprägt. Beispiele dafür sind Svenska Cellulosa und Aurubis mit ihren zukunftsfähigen, ressourcenschonenden Geschäftsmodellen.

Das schwedische Unternehmen Svenska Cellulosa zum Beispiel hat verschiedene Programme eingerichtet, um die Beschaffung von Holz und Fasern aus unerwünschten Quellen für seine Papierprodukte auszuschließen. 100 Prozent der Wald- und Plantagenfläche sind nach dem Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. In den vergangenen drei Jahren hat die Aktie des Unternehmens ein Plus von 57,9 Prozent verzeichnet.

Bei Aurubis handelt es sich mit seinen 4.700 Mitarbeitern zwar um ein vergleichsweise kleines Unternehmen. Jedoch ist es in der Kupferproduktion europäischer Marktführer. Im Recycling dieses bedeutenden Rohstoffs ist Aurubis sogar weltweit führend und leistet damit einen besonderen Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Auf die Sicht von drei Jahren hat dieser Titel eine Performance von rund 44,9 Prozent erzielt.


 

UmweltBank rückt in den Global Challenges Index auf - 02.09.2011

Mit einem Kredit- und Kapitalanlageangebot, das eine nachhaltige Entwicklung fördert, hat sich die UmweltBank AG für den Global Challenges Index (GCX) qualifiziert. Das Unternehmen ersetzt zum 16. September 2011 das US-amerikanische Unternehmen Evergreen Solar, das den Anforderungen des GCX an die Marktkapitalisierung nicht mehr genügt.

Mit einer „Umweltgarantie“ verpflichtet sich die UmweltBank gegenüber ihren Anlegern, Kredite ausschließlich an umweltverträgliche Projekte zu vergeben. Die Einhaltung dieser Garantie wird durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert. Über die Kriterien der Kreditvergabe und die Zusammensetzung des Kreditportfolios schafft die UmweltBank ein hohes Maß an Transparenz. „Damit setzt die UmweltBank einen Maßstab für Klarheit und Offenheit im Bankensektor“, so Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börsen Hamburg und Hannover über die Maßnahmen der UmweltBank. Das nachhaltigkeitsbezogene Engagement der UmweltBank auf der Kreditseite wird auf Anlageseite durch ein umfassendes Angebot nachhaltiger Kapitalanlagen abgerundet.

„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit“, begrüßt Horst P. Popp, Vorstandsvorsitzender der UmweltBank AG, die Aufnahme in den GCX. „Die UmweltBank passt auch deshalb gut in den GCX, weil beiden die Transparenz über Kriterien und Maßnahmen ein zentrales Anliegen ist.“

Der Solarzellen-Hersteller Evergreen Solar fällt aus dem GCX heraus. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht nicht mehr den Regeln des GCX, die eine Mindestmarktkapitalisierung von 100 Millionen Euro vorsehen. „Die Solarbranche leidet unter massiven Überkapazitäten“, bewertet Rolf D. Häßler, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG. „Gleichzeitig werden in führenden Solarmärkten wie Deutschland die Subventionen abgebaut. Hier wird man kritisch beobachten müssen, welche Unternehmen diese Herausforderung meistern können.“

Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal am 16. März 2012 statt.

Pressemitteilung September 2011


 

Walter Hirche neu im Beirat des Global Challenges Index - 11.08.2011

Walter Hirche, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, verstärkt ab sofort den Beirat des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX). „Mit Walter Hirche haben wir für den GCX-Beirat einen Experten gewonnen, der sich in verschiedenen Funktionen seit langem sowohl mit Fragen der Wirtschaft als auch der sozialen und umweltbezogenen Nachhaltigkeit beschäftigt“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Mit seinen umfassenden Kompetenzen wird Herr Hirche die Arbeit des Beirates bereichern.“

Walter Hirche hatte in den vergangenen 40 Jahren verschiedene politische Ämter und gesellschaftliche Funktionen inne. Der FDP-Politiker wurde 1974 erstmals in den Niedersächsischen Landtag gewählt und war unter anderem Vorsitzender des Kultusausschusses des Landtags, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender. Der Wiederwahl in den Landtag 1982 folgten acht Jahre als Wirtschaftsminister in Niedersachsen sowie nach der deutschen Wiedervereinigung in Brandenburg. In den Jahren 1994 bis 2002 gehörte Walter Hirche dem Deutschen Bundestag an. Von 1994 bis 1998 war er zugleich Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. 2003 wurde er erneut Landesminister in Niedersachsen. 1969 wurde er erstmals in die Deutsche UNESCO-Kommission gewählt, seit 2002 ist er deren Präsident. Seit Juni 2010 ist er Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Walter Hirche ersetzt Caspar von Hauenschild, der dem Beirat seit Auflage des GCX angehört hat. Dr. Sandra Lüth: „Wir danken Caspar von Hauenschild sehr für seine engagierte und kompetente Mitarbeit bei der Einführung des GCX. Mit seiner ausgewiesenen Expertise im Bereich der Corporate Governance und Korruptionsbekämpfung hat er maßgeblich dazu beigetragen, diesen Bereich der sieben globalen Herausforderungen im GCX zu gestalten.“ Dem GCX-Beirat gehören neben Walter Hirche derzeit fünf Personen an: Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationale Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland), Dr. Hermann Falk (Mitglied der Geschäftsleitung, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Vorsitzender des GCX-Beirates), Sr. M. Juliane Flormann osf (Kloster Sießen) und Dr. iur. Rolf Krämer (Evangelisch-lutherische Landeskirche).

Pressemitteilung August 2011


 

Global Challenges Index schließt US-Titel EMC aus - 07.03.2011

Der Global Challenges Index GCX schließt das IT-Unternehmen EMC wegen eines Verstoßes gegen die Nachhaltigkeitskriterien aus und nimmt dafür den Industriegasproduzenten Linde auf. EMC hat sich in einem Vergleich mit dem US-Justizministerium dazu verpflichtet, eine Strafe in Höhe von 87,5 Millionen Dollar zu entrichten, weil es Bestechungsgelder gezahlt hatte. Damit verstößt das US-amerikanische Unternehmen gegen das für den GCX definierte Ausschlusskriterium „Korruption“.

Für EMC rückt der deutsche Industriegashersteller Linde in den 50 Titel umfassenden Index auf. Der Konzern zeichnet sich durch ein starkes Engagement in den Handlungsfeldern Klimaschutz und Wasser aus. „Neben einer guten Klimastrategie und dem Angebot von Beratungen zur Energieeffizienz im Anlagenbau ist das Unternehmen seit Jahren aktiv im Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur“, erläutert Rolf D. Häßler, Director Product & Market Development bei oekom research. „Darüber hinaus ist Linde im Bereich der Wasseraufbereitung tätig und unterhält mit Fred-Butler eine Reinigungskette, in der auf CO2-Basis vergleichsweise umweltverträglich gereinigt wird.“

Gute Performance im Jahr 2010

Dass nachhaltiges Wirtschaften und Gewinne für Investoren sich nicht ausschließen, hat die Performance des GCX im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Der Index legte 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Prozent zu. Der MSCI World stieg im selben Zeitraum um 19,5 Prozent. Der GCX legte damit im zweiten Jahr in Folge überdurchschnittlich zu.

Die neue Zusammensetzung ist vom 21.03.2011 an gültig. Das Rebalancing des Nachhaltigkeitsindex GCX erfolgt regelmäßig, um die Einhaltung der strengen Kriterien für Anleger zu garantieren. Die nächste Überprüfung ist für September 2011 geplant.

Pressemitteilung Rebalancing März 2011


 

Technologieunternehmen Energy Recovery wird in Global Challenges Index aufgenommen - 15.12.2010

Das US-Technologieunternehmen Energy Recovery (ISIN: US29270J1007) rückt in den Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, den Global Challenges Index (GCX), auf. Das Rebalancing findet am 16. Dezember 2010 statt. Clipper Windpower, ein in der Windenergie tätiges Unternehmen, fällt dafür aus dem Index heraus. Grund für den Ausschluss ist die Übernahme durch United Technologies Corporation (UTC). Durch die Integration in den US-Technologiekonzern erfüllt Clipper Windpower die strengen Anforderungen, die der GCX an seine Mitgliedsunternehmen stellt, nicht mehr.

Das mittelständische Unternehmen Energy Recovery hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Meerwasserentsalzungsanlagen substanziell energieeffizienter arbeiten können. Es entwickelt, produziert und vertreibt Druckaustauscher für den energieeffizienten Betrieb solcher Anlagen auf Basis der Umkehrosmose. Gegenüber einer Energierückgewinnung mittels Turbinen kann bei Prozessen wie der Umkehrosmose die Rückgewinnungsrate von bislang ca. 60-70 Prozent auf bis zu 96-98 Prozent gesteigert werden. Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, begrüßt das Rebalancing: „Wir freuen uns sehr, Energy Recovery in den GCX aufnehmen zu können. Das Unternehmen setzt Maßstäbe in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen.“


 

Google und sanofi-aventis erfüllen Standards für Global Challenges Index nicht mehr - 08.09.2010

Im Rahmen des halbjährlichen Rebalancing scheidet der US-Internetkonzern Google per 17. September 2010 aus dem Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, dem Global Challenges Index (GCX), aus. „Ursachen für den Ausschluss von Google aus dem GCX sind nicht die Diskussionen um sein Street View-Produkt, sondern Defizite im Nachhaltigkeitsmanagement und ein Verstoß gegen international anerkannte Arbeitsrechte“, erläutert Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die Entscheidung. So erreicht Google im Rating der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research nicht mehr den für die Aufnahme in den GCX notwendigen Best-in-class-Status. Grund sind unter anderem Defizite bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems sowie bei der Formulierung von Zuliefererstandards in Bezug auf Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheit.

Auch sanofi-aventis wird aus GCX ausgeschlossen

Beim französischen Pharmakonzern sanofi-aventis ist ein Verstoß gegen Arbeitsrechte Ursache für den Ausschluss aus dem GCX. Das Unternehmen steht in der Kritik, in den USA Mitarbeiterinnen systematisch bei der Beförderung übergangen und ihnen für die gleiche Arbeit weniger Lohn ausgezahlt zu haben als ihren männlichen Kollegen. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung hat sich sanofi-aventis nun verpflichtet, bestehende Einkommenslücken aufzudecken und zu schließen. Der Vergleich sieht außerdem Schadensersatz für bis zu 4.000 Pharmareferentinnen vor. oekom research bewertet den Fall als Diskriminierung und damit als Verstoß gegen anerkannte Arbeitsrechte. Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur wird den Erfolg der vom Unternehmen eingeleiteten Maßnahmen genau beobachten.

Coloplast und Xerox neu im GCX

Neu in den GCX aufgenommen werden das dänische Gesundheitstechnikunternehmen Coloplast sowie der amerikanische Drucker- und Kopiererhersteller Xerox. Coloplast war bereits zum Start im September 2007 im GCX vertreten, wurde aber wegen zunehmender Defizite im Nachhaltigkeitsmanagement ausgewechselt. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet medizinische Produkte für die Bereiche Stoma-, Wund-, Urologie- und Inkontinenzversorgung. „In den vergangenen Jahren hat Coloplast seine sozialen und umweltbezogenen Anstrengungen wieder deutlich gesteigert und überzeugt durch ein im Branchenvergleich umfangreiches Nachhaltigkeitsverständnis“, sagt Rolf D. Häßler, Director Product & Market Development bei oekom research. Die Wiederaufnahme in den GCX soll dieses verstärkte Engagement des Unternehmens würdigen.

Xerox kann in mehrerlei Hinsicht als Vorreiter seiner Branche bezeichnet werden: So sind nahezu alle Produkte mit dem Energieeffizienz-Label Energy Star ausgezeichnet. Dazu hat der Konzern eine umfassende und ambitionierte Klimaschutzstrategie entwickelt. Zudem hat Xerox konzernweite Richtlinien zu Produktentwicklung und -design hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit und -verwertbarkeit seiner Produkte implementiert.

Drei Jahre GCX

Die im GCX enthaltenen Unternehmen zeigen, dass sich eine nachhaltige Geschäftspolitik lohnt. Pünktlich zu seinem dritten Geburtstag zieht der Index trotz einer turbulenten Börsenphase eine positive Bilanz. „Obwohl die 50 darin enthaltenen Unternehmen rein auf Basis sozialer und ökologischer Analysen in den Index aufgenommen werden, zeigt der GCX seit seinem Launch eine bessere Performance als vergleichbare konventionelle Aktienindizes“, stellt Häßler fest. Auch im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitsindizes gehört der GCX zu den Indizes mit der besten Performance.

Dr. Lüth ist ebenfalls zufrieden mit der bisherigen Entwicklung des GCX: „Das Konzept des GCX, auf eine klare thematische Fokussierung und strenge Auswahlkriterien zu setzen, ist überzeugend.“ Neben der Nutzung als Basis für nachhaltige Anlageprodukte, zum Beispiel durch die Nord/LB Asset Management und das österreichische Bankhaus Schelhammer & Schattera, gewinnt der GCX zunehmend als Benchmark an Bedeutung.

Pressemitteilung Rebalancing September 2010


 

Global Challenges Index nimmt Sanitärspezialist Geberit auf - 29.03.2010

Das Schweizer Unternehmen Geberit (ISIN CH0030170408) ist ab dem 1. April 2010 Mitglied im Global Challenges Index (GCX), dem Aktienindex der Börse Hannover für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. Dafür wird der japanische Versicherer Sompo Japan nach seiner Fusion mit Nipponkoa aus dem GCX genommen, bis das Nachhaltigkeitsrating der neuen Holding NKSJ Holdings Inc. überprüft wurde. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht sicher, ob die neue Holding den strengen Kriterien des GCX genügt“, so Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Wenn das Rating durch oekom research zu einem positiven Ergebnis führt, ist die neue Holding zukünftig wieder ein Kandidat für den GCX.“

Der Sanitärtechnikanbieter Geberit engagiert sich in besonderem Maße im Bereich wassersparender Produkte. „Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Reduzierung des Wasserbedarfs in der Nutzungsphase der Produkte und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wasserressourcen“, sagt Rolf D. Häßler, Director Business Development bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG. Die Produktpalette ist sowohl für Neubau- als auch für Renovierungs- und Modernisierungsprojekte geeignet.
Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal am 17. September 2010 statt.


Pressemitteilung Rebalancing März 2010


 

Global Challenges Index: Kanadischer Eisenbahnkonzern neu im Nachhaltigkeitsindex - 16.02.2010

Die Aktie des Schienenlogistikers Canadian National Railway (ISIN CA1363751027) ist künftig im Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover vertreten. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal rückte außerplanmäßig in den Nachhaltigkeitsindex auf, nachdem das bisherige GCX-Mitglied Burlington Northern Santa Fe durch den US-Investor Warren Buffett übernommen wurde und nicht mehr an der Börse notiert wird. Der GCX umfasst weltweit 50 Unternehmen, die besonders strengen ökologischen und sozialen Kriterien genügen, und ist Vergleichsmaßstab für eine Reihe nachhaltiger Investmentprodukte.

Canadian National Railway betreibt Gütertransport-Dienstleistungen in Nordamerika und trägt damit zur Reduzierung der güterverkehrsbedingten Kohlendioxid-Emissionen bei. „In der Vergangenheit hat die Gesellschaft überdurchschnittliches Engagement bei der Reduzierung des Energieverbrauchs bei Transportleistungen gezeigt“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover.

Der Eisenbahnkonzern hat zudem zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Gleichzeitig engagiert sich das Unternehmen beim Schutz der Artenvielfalt entlang der Bahnstrecken. „Canadian National Railway hat sich formell zu seiner Verantwortung für den Schutz der Natur entlang seiner Trassen bekannt und überwacht systematisch die Auswirkungen des Betriebs auf Flora und Fauna“, so Rolf D. Häßler, Director Business Development bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG, die den GCX zusammen mit der Börse Hannover konzipiert hat.

Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal am 19. März 2010 statt.


Pressemitteilung Rebalancing Februar 2010


 

Global Challenges Index: Medienkonzern Reed Elsevier rückt auf - 05.11.2009

Das britische Medienunternehmen Reed Elsevier gehört ab heute zu den 50 Aktiengesellschaften im Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, dem Global Challenges Index (GCX). Dafür verlässt der Lebensversicherer Friends Provident den Index. Er wurde vom Investor Resolution übernommen und ist künftig nicht mehr börsennotiert.

„Reed Elsevier fällt im Branchenvergleich durch besonders ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen auf, verfügt über entsprechende Managementstrukturen und hat klare Verantwortlichkeiten festgelegt“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Das Unternehmen hat eine Klimaschutzstrategie sowie eine Selbstverpflichtung zur Reduzierung der Klimaauswirkungen verabschiedet. Reed Elsevier engagiert sich zum Beispiel durch Bezug von grünem Strom und durch Neutralisierung von Treibhausgas-Emissionen.

„Reed Elsevier strebt an, für die Medienproduktion nur Papier zu verwenden, das aus legal geschlagenem Holz hergestellt wurde. Das Unternehmen hat daher Maßnahmen umgesetzt, um den Ursprung des Holzes nach verfolgen zu können“ sagt Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research AG.

Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal im März 2010 statt.


Pressemitteilung Rebalancing November 2009


 

Michelin aus Global Challenges Index ausgeschieden - 10.09.2009

Im Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, dem Global Challenges Index (GCX), ist der französische Automobilzulieferer Michelin künftig nicht mehr vertreten. Da das Unternehmen gegen die strengen Kriterien des Index verstößt, wird es zum 21. September 2009 ausgetauscht. Michelin werden Menschenrechtsverletzungen durch einen Zulieferer in Nigeria vorgeworfen. Nachrücker ist der US-amerikanische Hard- und Softwaredienstleister EMC.

EMC mit Klimastrategie Vorbild für die Branche

EMC entwickelt, produziert und vertreibt Hard- und Softwareprodukte sowie Services für die Speicherung und Verwaltung elektronischer Daten. Das Unternehmen verfolgt eine für die Branche vorbildliche, konzernweit angewandte Klimastrategie. „In der modernen Daten- und Kommunikationstechnik liegen noch große Energiesparpotenziale. EMC geht diese Herausforderung aktiv an, trägt somit zum Klimaschutz bei und gibt ein Beispiel für andere Unternehmen“, sagt Rolf D. Häßler von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research.

Global Challenges Index – Am Puls der Zeit

„Der GCX hat die Turbulenzen der vergangenen Monate gut überstanden“, so Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Wie andere internationale Aktienindizes hat der GCX zwar eine starke Korrektur erlebt. Ab dem Zeitpunkt seiner letzten turnusmäßigen Überprüfung im März 2009 ist er stärker gestiegen als wichtige Vergleichsindizes.“ Der GCX legte in diesem Zeitraum um 40,34 Prozent zu, der DJ Euro Stoxx50 um 35,16 Prozent (Stand: 08.09.2009).
Die globalen Herausforderungen, die bei der Titelauswahl für den Index im Fokus sind, stehen international auf der politischen Agenda. Von besonderer Bedeutung ist der Weltklimagipfel, auf dem Anfang Dezember 2009 über die Zukunft des Klimaschutzes verhandelt und entschieden wird. Die Regelungen für ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll werden maßgeblich dafür sein, mit welchen Herausforderungen die Unternehmen in den kommenden Jahren konfrontiert sind.

Michelin werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen

Umweltorganisationen werfen Michelin Menschenrechtsverletzungen bei der Ausdehnung von Kautschukplantagen eines Zulieferers in Nigeria vor. Den Vorwürfen zufolge wurden dazu die Landrechte indigener Dorfgemeinschaften ohne deren Zustimmung beschnitten, ohne diese dafür angemessen zu entschädigen. Durch die Zerstörung der Äcker sei ihnen die Lebensgrundlage genommen worden. Zudem kam durch die Plantage auch die Versorgung mit traditionellen Heilpflanzen und Fleisch aus dem Wald zum Erliegen. Darüber hinaus gibt es glaubwürdige Berichte über Einschüchterungen der Anwohner durch angeheuerte Polizeikräfte.

Über den Global Challenges Index

Der Global Challenges Index (GCX) wurde von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Agentur oekom research AG, München, entwickelt und am 3. September 2007 lanciert. Er umfasst 50 Unternehmen, die substanzielle und richtungweisende Beiträge zur Bewältigung folgender großer globalen Herausforderungen leisten:  die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels, die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser, ein nachhaltiger Umgang mit Wäldern, der Erhalt der Artenvielfalt, der Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung, die Bekämpfung der Armut sowie die Etablierung von Governance-Strukturen. Die Aufnahme in den Index würdigt die Aktivitäten der Unternehmen in diesen globalen Handlungsfeldern. Ein Beirat, dem Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, von Transparency International, vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, der ILO sowie vom WWF angehören, hat die beiden Initiatoren bei der Konzeption und Weiterentwicklung des Index beraten und begleitet den Index aktiv.

Das nächste Rebalancing des Index wird Ende März 2010 vorgenommen.

Pressemitteilung Rebalancing September 2009


 

Mehr CO2-Ausstoß der Arktis durch Hochwasser - 26.08.2009

Je feuchter die arktische Tundra wird, desto mehr Kohlendioxid (CO2) wird sie abgeben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der San Diego State University in der Fachzeitschrift "Global Biogeochemical Cycles". Bisher weiß man, dass im Permafrostboden der Arktis große Mengen von Kohlenstoff stecken und bei Freisetzung infolge der Erderwärmung eine globale Bedrohung darstellen könnten. Welche Prozesse dabei genau zu erwarten sind, weiß man jedoch noch kaum.

Im einem Experiment an einem See der North Slope-Region Alaskas konnten nun Forscher bestimmte Annahmen über Zusammenhänge der globalen Erwärmung in der Tundra widerlegen. Die Forscher waren davon ausgegangen, dass ein höherer Wasserstand den CO2-Ausstoß reduzieren würde. Denn sowohl die Vegetation als auch aerobe Mikroorganismen im darunter liegenden Erdboden, die bei der Zersetzung von pflanzlicher Biomasse CO2 abgeben, würden dadurch an Sauerstoff und Licht beraubt, was die Emissionen senken würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Ein Seeabschnitt mit gestiegenen Wasser gab mehr CO2 ab, während der Teil, der entwässert worden ist, sowie ein Kontrollabschnitt unverändert viel CO2 absorbierten. Die Forscher erklären diese Beobachtung durch anaerobe Mikroorganismen im Boden, die auch ohne Sauerstoff CO2 produzieren und unter überschwemmten Land sogar besonders üppig gedeihen.

"Das ist ein Hinweis dafür, dass die hydrologischen Änderungen in der Arktis unerwartete Ergebnisse liefern werden", berichtet die Forschungsleiterin Donatella Zona.


 

EU-Umweltagentur: Rückgang von CO2-Emissionen - 09.07.2009

Laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) sind 2007 die CO2-Emissionen der 27 EU-Staaten im dritten Jahr in Folge gesunken. Der europäische Treibhausgasausstoß ist verglichen mit 2006 um 1,2 Prozent zurückgegangen und liegt nun rund neun Prozent unter dem Niveau von 1990. Betrachtet man die 15 alten EU-Staaten, haben sich deren Emissionen jedoch nur um fünf Prozent gegenüber 1990 verringert. Um ihr Kyoto-Ziel zu erreichen, müssten sie ihre Emissionen bis 2012 noch um acht Prozent senken.


Weitere Informationen unter:
www.eea.europa.eu/pressroom/newsreleases/2009-greenhouse-inventory-report




 

Artenschwund birgt Risiken für Unternehmen und Investoren - 04.06.2009

Die Zukunft ganzer Branchen ist abhängig vom Erhalt der Artenvielfalt. So lautet das Ergebnis des „Theme Report Biodiversity“, das der Europäische Fachverband für nachhaltiges Investment (Eurosif) gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsratingagentur oekom research heute publiziert. Das Hintergrundpapier richtet sich in erster Linie an Investoren, Fondsmanager und Vermögensverwalter.

Matt Christensen, Geschäftsführer von Eurosif: "Der Verlust der Artenvielfalt und die Einschränkungen der Ökosystem-Leistungen beinhalten Risiken für zahlreiche Bran-chen. Gleichzeitig eröffnet das aktive Management dieser Aspekte im Rahmen eines umfassenden sozialen und umweltbezogenen Managementsystems neue Marktchan-cen. Für den Finanzsektor zählen dazu unter anderem neue Finanzprodukte mit Bezug zum CO2-Management und -Handel, spezifische Bankleistungen oder Nachhaltigkeits-fonds mit Fokus auf Biodiversität und Umwelttechnologien."

Vor allem Land- und Forstwirtschaft, Papierindustrie und Tourismus sind angewiesen auf den Erhalt der Artenvielfalt, intakte Böden und Landschaften. Neben Bau- und Bergbauunternehmen sind es jedoch diese Branchen, die auch besonders stark in das System eingreifen.

Biodiversität ist damit eine risikorelevante Größe für Unternehmen und Branchen. Der Bericht unterscheidet verschiedene Risikokategorien: beispielsweise regulatorische und physische Risiken, aber auch Marktpreis- und Reputationsrisiken. Die Autoren zeigen für die genannten Branchen, wo die konkreten Bedrohungen aber auch die Chancen von Unternehmen liegen.

Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research resümiert: "Derzeit lässt sich der ökonomische Wert von Biodiversität und Ökosystem-Leistungen nicht umfassend bestimmen. Klar aber ist, dass sich diejenigen Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile erarbeiten, die Biodiversitätsaspekte in ihr Nachhaltigkeits- beziehungsweise Risikomanagement integrieren. Der Schwerpunkte sollte dabei auf der Identifikation, Messung und externen Berichterstattung der positiven wie negativen Auswirkungen der eigenen Aktivitäten auf Artenvielfalt und Ökosysteme liegen."

Den sechseitigen „Theme Report Biodiversity“ können Sie herunterladen unter:
www.eurosif.org/publications/sector_theme_reports


 

Anstieg der Meeresspiegel – Klimawissenschaftler warnen vor verheerenden Auswirkungen - 17.04.2009

Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge könnte der Meeresspiegel bis 2100 um mehr als einen Meter ansteigen. Im letzten Bericht des Weltklimarats IPCC von 2007 war man noch von einem Anstieg in Höhe von 18 bis 59 Zentimetern ausgegangen. Die neuesten Ergebnisse, die im März im Rahmen einer Konferenz in Kopenhagen diskutiert wurden, berücksichtigen unter anderem das verstärkte Abschmelzen der Polkappen.

Die Folgen des Meeresspiegelanstiegs wären fatal: 600 Millionen Menschen, fast zehn Prozent der Weltbevölkerung, leben in tief liegenden Gebieten und wären somit von Überschwemmungen bedroht.

Weiter Informationen unter:
www.climatecongress.ku.dk


 

UNESCO-Report 2009: Wasser wird immer knapper - 23.03.2009

Die Nachfrage nach Wasser war noch nie so hoch wie heute. Und aufgrund von Bevölkerungswachstum, steigender Lebensstandards und Energieerzeugung wird sie noch weiter ansteigen. So die Kernaussage des dritten UNESCO-Weltwasserberichts „Water in a Changing World“, der am 12. März 2009 in New York vorgestellt wurde. Mit ihrem Weltwasserbericht legt die UNESCO alle drei Jahre eine umfassende Bewertung der Süßwasservorräte vor.

Die Weltbevölkerung, die derzeit auf etwa 6,6 Milliarden Menschen geschätzt wird, wächst jährlich um ca. 80 Millionen Menschen, die zusätzlich 64 Milliarden Kubikmeter Wasser benötigen. Bis 2050 sollen 9 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Dieser Bevölkerungszuwachs lässt die Nachfrage nach Wasser allein in der Landwirtschaft um 70 bis 90 Prozent steigen. Ein Beispiel zeigt, wie sich veränderte Essgewohnheiten und Nahrungsproduktion auf den Wasserverbrauch auswirken: Ein Chinese, der 1985 nur 20 Kilogramm Fleisch gegessen hat, konsumiert heute über 50 Kilogramm. Gerade die Fleischproduktion ist besonders wasserintensiv, da für die Viehfütterung viel Getreide benötigt wird und somit viel Wasser. In einem Kilogramm Rindfleisch stecken bis zu 16.000 Liter Wasser.

Weitere Informationen unter:
http://portal.unesco.org/en


 

Finanzkrise eröffnet Chancen für nachhaltige Investments - 12.03.2009

Keine Veränderungen im Global Challenges Index

Im Rahmen der regulären Überprüfung der Zusammensetzung des Global Challenges Index (GCX), dem Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, werden zum 23. März 2009 keine Unternehmen ausgetauscht. Alle 50 derzeit im Index geführten Titel genügen weiterhin den sehr strengen Auswahlkriterien. Das nächste reguläre Rebalancing des GCX findet im September 2009 statt.
 
„Der Global Challenges Index hat sich im Vergleich zu anderen Indizes behauptet“, sagt Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Aber wie konventionelle Produkte haben auch nachhaltige Investments an Wert verloren. Während der GCX im Jahr 2008 38,7 Prozent verlor, büßte der MSCI World im gleichen Zeitraum -39,57 Prozent ein, der DJ EuroStoxx 50 sogar -41,51 Prozent. 
 
Nachhaltige Investments profitieren von Transparenz
 
Aus der aktuellen Finanzkrise werden nachhaltige Investments nach Meinung der unabhängigen Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG gestärkt hervorgehen und weiter an Bedeutung gewinnen. Diese Einschätzung basiert vor allem auf zwei Beobachtungen: Zum einen ist der Bedarf der Investoren an
Transparenz und umfassenden Informationen im Zuge der Finanzkrise stark gestiegen. Viele Anleger wollen die Produkte und die mit ihnen verbundenen Chancen und Risiken besser verstehen, als dies bei manchen Anlageprodukten der jüngeren Vergangenheit der Fall war - ein Umstand, dem der Global Challenges Index umfassend Rechnung trägt. Alle in ihm gelisteten Unternehmen werden porträtiert, ihre sozialen und umweltbezogenen Stärken und Schwächen dargestellt und die Gründe für ihre Auswahl in den Index offen kommuniziert. 
 
Verstärkte Nachfrage seitens institutioneller Investoren
 
Zum anderen steigt das Engagement institutioneller Investoren bei nachhaltigen Investments. So intensivieren die Kirchen ihre Anstrengungen zur Integration von sozialen, ökologischen und ethischen Aspekten in ihre Kapitalanlage. Gleichzeitig mischen sie sich in die öffentliche Diskussion zu den Ursachen der Finanzkrise ein und fordern auch von anderen Anlegern die Berücksichtigung der Prinzipien der Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage. „Auch bei Stiftungen und anderen institutionellen Investoren gewinnt das Thema spürbar an Bedeutung“, sagt Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research AG.

Pressemitteilung Rebalancing März 2009


 

Treibhausgasemissionen steigen weiter - 02.02.2009

Entgegen ihrer Verpflichtung im Kyoto-Protokoll, nimmt der Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern weiter zu. Nach aktuellen Zahlen des UN-Klimasekretariats sind insbesondere Japan und Kanada weit von ihren Klimazielen entfernt. Aber auch europäische Staaten, darunter Österreich, Dänemark und die Schweiz, müssen ihre Anstregungen deutlich erhöhen, um ihre Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll zu erreichen. In den Industrieländern, die sich im Kyoto-Protokoll zu einer Reduzierung verpflichtet haben, stiegen die Emissionen von Treibhausgasen zwischen 2000 und 2006 um insgesamt 2,3 %.

Weitere Informationen unter:
www.unfccc.int
 


 

UNEP stellt "Initiative Grüne Wirtschaft" vor - 08.12.2008

Die "Initiative Grüne Wirtschaft" soll nach den Vorstellungen von UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, Investitionen in umweltfreundliche Technologien fördern. Wenn verstärkt in natürliche Infrastruktur wie Wälder und Böden investiert wird, könnten, so die UNEP, "grüne" Arbeitsplätze in mehreren Schlüsselsektoren entstehen. Als Beispiele werden verschiedene umweltfreundliche Energien und Technologien genannt, darunter Recycling und nachhaltige Biomasse, biologische Landwirtschaft, Ökosystem-Infrastruktur und nachhaltige Städte. In den kommenden beiden Jahren will die UNEP konkrete Handlungsempfehlungen für einen Wandel zu einer grünen Wirtschaft zur Verfügung stellen.

Mehr Informationen unter www.unep.org


 

Börse Hannover: Nachhaltige Publikumsfonds immer beliebter - 24.11.2008

Im deutschsprachigen Raum hat sich das Angebot an nachhaltigen Publikumsfonds in knapp drei Jahren mehr als verdoppelt. Ende September 2008 konnten Anleger aus 254 Produkten auswählen; Ende 2005 waren es 116. Das geht aus den aktuellen Marktdaten des Sustainable Business Institute (SBI) der European Business School in Oestrich-Winkel hervor. Auch auf der Nachfrageseite gibt es einen Wachstumstrend, bestätigt Sandra Lüth, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover: „Wir stellen seitens der Anleger ein gestiegenes Interesse an Nachhaltigkeitsfonds fest. Deshalb sind an der Börse Hamburg mittlerweile 46 Nachhaltigkeitsfonds zum Handel zugelassen.“

Steigendes Interesse bei Privatanlegern
Zum 31. Dezember 2007 waren im gesamten deutschsprachigen Raum 33,2 Milliarden Euro nachhaltig investiert, 17,1 Milliarden Euro davon in Publikumsfonds. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Demnach waren in nachhaltigen Publikumsfonds mehr Gelder verwaltet als in Mandaten für institutionelle Investoren, die ein Volumen von 13,6 Milliarden Euro hatten. „In den nächsten Jahren werden vor allem institutionelle Investoren die maßgeblichen Treiber für nachhaltige Kapitalanlagen im deutschsprachigen Raum sein“, prognostiziert Rolf D. Häßler, Director Business Development der Nachhaltigkeits- Ratingagentur oekom research.

Im deutschsprachigen Raum strengere Nachhaltigkeitskriterien
Auch in Europa setzen sich nachhaltige Kapitalanlagen durch. Zum 31. Dezember 2007 wurden in der Eurozone 2.665 Milliarden Euro unter Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien verwaltet, so das European Social Investment Forum (EUROSIF). Spitzenreiter ist Großbritannien mit 987,7
Milliarden Euro. Da der Begriff „Nachhaltigkeit“ nicht eindeutig definiert ist, fallen hierunter allerdings auch Investments, die nur einzelne Ausschlusskriterien wie beispielsweise „keine Kinderarbeit“ berücksichtigen. In der Eurozone machen solche Anlagen 81 Prozent aus, während nur 19 Prozent nach strengen Nachhaltigkeitskriterien auswählen. Im deutschsprachigen Raum zählen laut der EUROSIF-Studie hingegen nur Kapitalanlagen zu nachhaltigen Investments, die ausschließlich strenge Kriterien anwenden.

Strenge Kriterien beim Global Challenges Index (GCX)
Solch einen strengen Ansatz verfolgt der GCX. Der Nachhaltigkeitsindex, der 2007 von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research entwickelt wurde, wählt 50 internationale Unternehmen in einem zweistufigen Auswahlprozess aus. Im ersten Schritt prüft oekom research im Rahmen des oekom Corporate Ratings die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards durch die Unternehmen. Nur diejenigen, die den strengen Anforderungen genügen und den oekom PRIME Status erreichen, kommen in die engere Auswahl (Best-in-Class-Ansatz). Prinzipiell ausgeschlossen von der Aufnahme in den Index sind Unternehmen, die gegen definierte Ausschlusskriterien verstoßen. In einem zweiten Schritt identifiziert oekom research diejenigen Unternehmen, die substanzielle Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten und sich dadurch Chancen eröffnen. „Der GCX stellt eine Innovation auf dem Finanzmarkt dar. Er ist ein Indikator für Unternehmen, die sich den Themen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility verantwortungsvoll stellen“, sagt Sandra Lüth.

Nachhaltigkeit rechnet sich
Zwar musste auch der GCX im Laufe der Börsenturbulenzen Einbußen hinnehmen: Er verlor in den letzten 12 Monaten rund 35 Prozent. Damit schlägt der Nachhaltigkeitsindex aber Leitindizes wie den DJ Euro Stoxx50, der um etwa 44 Prozent fiel. „Langfristig sichern sich die Unternehmen Chancen für die Zukunft, von denen auch Anleger profitieren könnten“, ist sich Sandra Lüth sicher. Mit Produkten auf den GCX wie dem im Oktober 2008 aufgelegten „Superior 6 – Global Challenges“-Fonds des Bankhauses Schelhammer & Schattera können Anleger an der Entwicklung des Index partizipieren. 


Pressemitteilung der Börsen Hamburg und Hannover


 

Überfischung kostet 1,5 Billionen Euro - 13.10.2008

Der WWF fordert angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Verluste durch die Plünderung der Meere ein konsequentes Umsteuern in der Fischereipolitik. Nach einer im Oktober von der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlichten Studie gehen der globalen Fischerei wegen schwindender Fischbestände jährlich mindestens 50 Milliarden US-Dollar (36,6 Milliarden Euro) verloren. Für die vergangenen drei Dekaden summiert sich der wirtschaftliche Verlust auf zwei Billionen US-Dollar (1,46 Billionen Euro). Dies entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens.

77 Prozent der globalen Fischbestände gelten als bis an ihre Grenzen befischt oder überfischt. Wird die rücksichtlose Ausbeutung nicht gestoppt, könnten die Meere im Jahr 2050 leer gefischt sein.

„Der gesamtwirtschaftliche Schaden rund um den Globus ist noch weitaus größer als von Weltbank und FAO berechnet. Denn die Kosten für die Zerstörung wertvoller Korallenriffe durch Schleppnetze, für Beifänge oder illegale Fischerei sind nicht eingerechnet“, betont WWF-Meeresexperte Stephan Lutter. Jährlich werden viele Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere als nutzloser Müll wieder über Bord geworfen – darunter zum Beispiel 250.000 Meeresschildkröten und 300.000 Wale. „Diese unglaubliche Verschwendung hat noch kein Preisschild“, so Lutter.

Weite Teile der Fischindustrie überleben nur noch, weil die Politik sie Jahr für Jahr mit über 22 Milliarden Euro Steuergeldern am Leben hält. „Dieses kranke System braucht eine Generalüberholung. Von einer nachhaltigen Fischerei werden alle Beteiligen profitieren – vor allem aber die Meere“, so Lutter. Die EU müsse jetzt beherzt die Reform ihrer bislang gescheiterten Fischereipolitik in Angriff nehmen.

Die Studie „The Sunken Billions“ der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO finden Sie unter:
http://go.worldbank.org/MGUTHSY7U0


 

Österreichs Nachhaltigkeitsfonds-Spezialist bringt „Global Challenges“ Fonds auf den Markt - 11.09.2008

Die Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft legt ihren sechsten Ethik- bzw. Nachhaltigkeitsfonds auf. Mit dem „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ wird die Fondspalette des Nachhaltigkeits-Spezialisten um einen Themenfonds ergänzt.

Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG Geschäftsführer Mag. Gerhard Tometschek: „Mit dem neuen Fonds haben wir ab sofort sowohl für ethisch als auch für ökologisch orientierte Investoren das richtige Produkt. Wir sind überzeugt davon, dass dieser Themen-Fonds auch in extrem schwierigen Kapitalmarktzeiten, wie wir sie jetzt erleben, für viele Anleger, sowohl bei Institutionellen als auch im privaten Bereich, sehr attraktiv sein wird.“

Der fundamentale Unterschied zu vielen anderen Themenfonds am Markt ist die Tatsache, dass der „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ nicht rein produktorientiert ist, sondern die Auswahl nach streng definierten Nachhaltigkeitskriterien erfolgt, die im so genannten Frankfurt-Hohenheimer-Leitfaden festgelegt sind.

Der „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ ist auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends ausgerichtet, denen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüberstehen:

-    die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
-    die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
-    die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
-    den Erhalt der Artenvielfalt
-    den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
-    die Bekämpfung der Armut
-    die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs-(Governance-)Strukturen.

Das Fondsmanagement des „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ investiert ausschließlich in Aktien von Unternehmen, die im Gobal Challenges Index der BÖAG Börsen AG enthalten sind (die BÖAG Börsen AG ist die Trägergesellschaft der Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover). Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG ist die erste österreichische Kapitalanlagegesellschaft, die einen Fonds, der auf diesem Index basiert, auf den Markt bringt.

Gerhard Tometschek: „Mit dem Global Challenges Index haben wir erstmals auch eine Benchmark, an der man die Fondsentwicklung messen kann. Das ist insbesondere bei institutionellen Anlegern, wie beispielsweise Pensionsfonds, ganz wesentlich für eine Investment-Entscheidung.“

Im Auftrag der Börse Hannover hat die oekom research AG das Konzept für den Global Challenges Index entwickelt und dessen Zusammensetzung bestimmt. Dieser Index bildet das Investmentuniversum des Fonds, wobei der Index aber nicht exakt nachgebildet wird.

Der Global Challenges Index (GCX) umfasst 50 Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung für die zukünftige globale Entwicklung aktiv stellen, indem sie substanzielle und richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen leisten.

Der Index setzt sich aus weltweit tätigen Großunternehmen wie BT Group, Ricoh oder Henkel sowie kleinen und mittleren Unternehmen – so genannten „Potentials“, die vor allem durch ihre Produkte und Dienstleistungen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, wie Evergreen Solar, BWT oder Vestas Windsysteme – zusammen.

Die Gewichtung der Unternehmen erfolgt nach Marktkapitalisierung, wobei Einzelwerte mit maximal zehn Prozent gewichtet werden. An österreichischen Unternehmen im Index finden sich BWT und Mayr-Melnhof. Geografisch ist der Index auf Unternehmen aus Europa und den G7-Staaten fokussiert.

Die Zusammensetzung des GCX wird jeweils Ende März und Ende September überprüft. Unternehmen, welche die definierten Anforderungen nicht mehr erfüllen, werden zu diesen Stichtagen ausgetauscht.


„SUPERIOR 6 – Global Challenges“ Facts

Fondstyp: Aktienfonds
Auflagedatum: 16.10.2008
Rechnungsjahr: 16.10. bis 15.10.
Ausschüttung: jährlich am 15.12.
Depotbank: Bankhaus Schelhammer & Schattera AG
Ausgabeaufschlag: 4%
Verwaltungsgebühr: 1,2% p. a.
Risikoeinstufung: hoch
Anteilscheine: Ausschüttend AT0000A0AA60 / Thesaurierend AT0000A0AA78


Pressemitteilung Schelhammer & Schattera AG


 

Börse Hannover: Norddeutsche Affinerie in Global Challenges Index aufgenommen - 11.09.2008

Norddeutsche Affinerie und sanofi-aventis ersetzen Electrolux und Unilever – Gute Performance des Nachhaltigkeitsindex GCX seit Start vor einem Jahr – Neues Lizenzprodukt in Österreich aufgelegt

Im Rahmen der regulären Überprüfung der Zusammensetzung des Global Challenges Index (GCX) werden zwei Unternehmen mit Wirkung zum 22. September 2008 ausgetauscht: Der französische Pharmakonzern sanofi-aventis und der deutsche Kupferproduzent Norddeutsche Affinerie rücken in den Index. Sie ersetzen den schwedischen Haushaltsgerätehersteller Electrolux sowie den britisch-niederländischen Lebensmittelkonzern Unilever, die beide gegen die strengen Kriterien des Nachhaltigkeitsindex verstoßen.

Die Einsteiger: sanofi-aventis und Norddeutsche Affinerie

Für sanofi-aventis spricht deren umfassendes Programm zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in Entwicklungsländern. So spendet das Unternehmen hier beispielsweise Arzneien und Impfstoffe, verkauft diese Produkte zu reduzierten Preisen und unterstützt die Gesundheitsausbildung sowie den Ausbau der medizinischen Infrastruktur in diesen Ländern. Die Norddeutsche Affinerie überzeugt als weltweit größter Kupferrecycler: Durch den Einsatz von Altmetall werden Ressourcen und Umwelt geschont. Zudem werden problematische kupferhaltige Abfälle wie beispielsweise Elektroschrott durch Recyclingverfahren sicher und wirtschaftlich sinnvoll entsorgt.

Der Global Challenges Index: Einjähriges Jubiläum

Der GCX wurde im September 2007 von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research AG lanciert. Die Initiatoren sind mit der bisherigen Entwicklung des Index zufrieden. Sandra Lüth, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover: „Das Konzept, einen Nachhaltigkeitsindex mit klarer thematischer Fokussierung und strengen Regeln aufzulegen, ist aufgegangen. Wir registrieren ein wachsendes Interesse am Global Challenges Index.“
Wie andere internationale Aktienindizes musste der GCX angesichts turbulenter Börsenentwicklungen in den vergangenen zwölf Monaten zwar Einbußen hinnehmen. Seine Wertentwicklung war aber besser als die wichtiger Vergleichsindizes. Im laufenden Jahr konnte der GCX beispielsweise den DJ Euro Stoxx 50 deutlich hinter sich lassen: Während dieser seit Jahresanfang 23,49 Prozent einbüßte, verlor der GCX nur 16,32 Prozent (Stand: 10. September 2008). „Dieses Ergebnis zeigt, dass auch ein rein unter sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien zusammengestellter Index wirtschaftlich erfolgreich sein kann“, so Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research. „Der Global Challenges Index ist ein weiterer Beweis dafür, dass man bei nachhaltigen Kapitalanlagen nicht auf Rendite verzichten muss.“ Der GCX verfügt über besonders strenge Kriterien. So schließt er zum Beispiel Unternehmen aus, die gegen Standards in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte, Korruption und Bestechung verstoßen oder in der Produktion von Atomenergie, Rüstungsgütern, Bioziden und genmanipulierten Organismen tätig sind.

„Superior 6 – Global Challenges“: Neues Lizenzprodukt

Auch das österreichische Bankhaus Schelhammer & Schattera setzt zukünftig auf den GCX: Pünktlich zum ersten Geburtstag des Index legt die auf nachhaltige Investments spezialisierte Bank der römisch-katholischen Kirche in Österreich ein neues Lizenzprodukt darauf auf. Der Themenfonds „Superior 6 – Global Challenges“ wird ausschließlich in Aktien investieren, die im GCX enthalten sind. „Wir sind überzeugt, dass dieser Themenfonds auch in extrem schwierigen Kapitalmarktzeiten, wie wir sie jetzt erleben, für viele Anleger, sowohl bei Institutionellen als auch im privaten Bereich, sehr attraktiv sein wird“, so Gerhard Tometschek, Geschäftsführer der Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG. „Mit dem Global Challenges Index haben wir erstmals auch eine Benchmark, an der man die Fondsentwicklung messen kann. Das ist insbesondere bei institutionellen Anlegern wie beispielsweise Pensionsfonds ganz wesentlich für eine Investmententscheidung.“ Der neue Fonds ergänzt die bestehende Palette von Produkten auf den GCX, die von der NORD/LB und der NORDCON Investment AG aufgelegt wurden.

Hintergrund zum Ausschluss von Electrolux und Unilever

Electrolux und Unilever werden beide aufgrund von Arbeitsrechtsverstößen in ihrer Zuliefererkette aus dem GCX ausgeschlossen. So verstößt Electrolux gegen das Ausschlusskriterium Kinderarbeit. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Verstöße vom Unternehmen selbst aufgedeckt und öffentlich gemacht wurden. Anders Unilever: Hier ist die niederländische Menschenrechtsorganisationen SOMO unter anderem auf Diskriminierung durch sexuelle Nötigung und erzwungene Schwangerschaftstests auf einer konzerneigenen Teeplantage in Kenia gestoßen. Nach Aussage von SOMO setzt sich Unilever nicht ernsthaft mit den aufgezeigten Missständen auseinander, sondern verweist lediglich auf die bestehende Rechtslage und vorhandene Beschwerdemechanismen.

Pressemitteilung Rebalancing September 2008


 

Börsen Hamburg und Hannover: Neues Nachhaltigkeitsportal online - 01.09.2008

Pünktlich zum ersten Geburtstag des Global Challenges Index (GCX), dem Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, starten die Börsen Hamburg und Hannover ihr neues Nachhaltigkeitsportal (unter http://nachhaltigkeit.boersenag.de erreichbar). Das Anlegerinteresse an Nachhaltigen Investments wächst – und das entsprechende Produktangebot vergrößert sich stetig. Allein im ersten Halbjahr 2008 ist die Zahl der nachhaltigen Publikumsfonds nach einer Untersuchung des Sustainable Business Institute (SBI) um 45 auf 223 Produkte gestiegen, ein Plus von 23 Prozent. Auch die Börse Hamburg verzeichnet bei nachhaltigen Fonds einen lebhaften Handel. Mit 5,6 Millionen Euro Umsatz im laufenden Jahr ist der Pioneer Funds – Global Ecology (WKN A0MJ48) derzeit Spitzenreiter (Stand: 1. September 2008). „Wie unsere Umfrage zum Jahresende 2007 ergeben hat, betrachten mehr als die Hälfte der Befragten Nachhaltige Technologien als zukunftsträchtigen Bereich für die Geldanlage. Mit unserem neuen Portal reagieren wir auf das gestiegene Interesse sowie auf das Informationsbedürfnis der Anleger an nachhaltigen Investments und schaffen einen Überblick über die vielfältigen Investitionsmöglichkeiten“, erläutert Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover. Unter http://nachhaltigkeit.boersenag.de erhalten Interessierte detaillierte Auskünfte zu allen Produkten, in die nachhaltig investiert werden kann: Aktien, Fonds, Renten und Zertifikate.

Neben aktuellen Nachrichten rund um das Thema Nachhaltigkeit stehen Papiere, die an den Börsen Hamburg und Hannover gehandelt werden können, im Mittelpunkt. Im Bereich Aktien sind das die 50 im GCX abgebildeten Unternehmen. Der Index wurde auf Initiative der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG entwickelt und ist eine echte Innovation am Finanzmarkt. Er enthält Unternehmen, die sich aktiv den globalen Herausforderungen dieses Jahrtausends stellen. Zu ihnen zählen unter anderem große Gesellschaften wie Google, aber auch kleinere wie das schwedische Immobilienunternehmen JM Group, das sich für eine bessere Energieeffizienz bei Gebäuden einsetzt. In der Rubrik Fonds sind alle derzeit an der Börse Hamburg gelisteten Nachhaltigkeitsfonds aufgeführt. Zu den einzelnen Produkten können Kurse, Charts und Unternehmensinformationen abgerufen werden.

Das Nachhaltigkeitsportal führt die Reihe der von den Börsen Hamburg und Hannover konzipierten Informationsportale fort. Nach Geschlossenen Fonds - Zweitmarkt, Maritimen Investments und Immobilien Investments sind Nachhaltige Investments das vierte Anlagethema, über das die Börsen Hamburg und Hannover umfassend informieren.

Pressemitteilung der Börsen Hamburg und Hannover


 

Weltwasserwoche 2008 - 18.08.2008

Vom 17. bis 23. August 2008 treffen sich Experten, Politiker und Wirtschaftsvertreter in Stockholm zur Weltwasserwoche 2008. „Wassermangel ist eines der drängenden Probleme unserer Zeit und nicht nur eine Frage des reinen Vorhandenseins der Ressource, sondern auch des Zugangs und der Nutzung. Wir brauchen ein weltweites, international koordiniertes Wassermanagement“, erklärt WWF-Experte Martin Geiger.

Hinter jedem Produkt des alltäglichen Lebens verstecken sich wahre Fluten – und die kommen nicht aus der wohnortnahen Quelle, sondern je nach Herkunft auch aus Regionen, die unter Wasserknappheit und Dürre leiden. Unter dem Begriff „Virtuelles Wasser“ fassen Experten daher die Menge an sauberem Wasser zusammen, die zur Herstellung eines Produkts verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird. So werden für einen Hamburger aus Rindfleisch 2400 Liter benötigt, in einer Tüte Kartoffelchips (200g) stecken 185 Liter Wasser und ein Neuwagen verbraucht im Laufe seiner Herstellung – durch hohen Rohstoff- und Materialaufwand – 450.000 Liter Wasser.

„Es liegt an den Unternehmen bei der Herstellung von Produkten auf einen nachhaltigen und umweltschonenden Wasserverbrauch zu achten“, sagt WWF-Wasserexperte Martin Geiger und fordert zugleich von der Politik: „Regierungen sollen mit gutem Beispiel vorangehen und einen Politikrahmen für verantwortungsvollen Umgang mit Wasser setzen.“

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.wwf.de/themen/politik/wasserpolitik/weltwasserwoche-2008


 

ILO: Beschäftigung in globalisierter Welt fairer gestalten - 04.08.2008

Die Internationale Arbeitskonferenz, das oberste Organ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), hat eine „Erklärung über soziale Gerechtigkeit für eine faire Globalisierung“ verabschiedet.

Die Erklärung erkennt die Wohlfahrtsgewinne durch Globalisierung an, die vielen Länder hohe Wachstumsraten und die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglicht. Doch weist sie gleichzeitig auf die wachsende Einkommensungleichheit in vielen Ländern hin, die zunehmende Unsicherheit auf den Arbeitsmärkten, die vielfach von hoher Arbeitslosigkeit, einem wachsenden informellen Sektor, fortdauernder Armut und ungenügendem Sozialschutz geprägt sind. Um künftig alle Menschen an den Vorteilen der Globalisierung teilhaben zu lassen, sollen die Bemühungen der Mitglieder verstärkt werden, die „ILO-Agenda für menschenwürdige Arbeit“ umzusetzen.

Diese umfasst vier konkrete Ziele: die Schaffung produktiver und ausreichend bezahlter Arbeitsplätze, die Einhaltung der Kernarbeitsnormen, sozialen Schutz und sozialen Dialog. „Sowohl Handels- als auch Finanzpolitik haben Auswirkungen auf die Beschäftigung. Die Rolle der ILO ist es, diese Beschäftigungseffekte zu bewerten, mit dem Ziel, Beschäftigung ins Zentrum der Wirtschaftspolitik zu rücken“, heißt es in der Erklärung. Die ILO bezeichnet das Dokument als „wohl wichtigste Neuerung“ seit rund 60 Jahren, als erstmals Vereinigungs- und Meinungsfreiheit, Armutsbekämpfung sowie der Dialog zwischen Regierungen und Sozialpartnern in den Mittelpunkt der ILO-Arbeit gestellt wurden.  


 

Korruption im Wassersektor - 30.07.2008

Korruption im Wassersektor ist Ursache und Auslöser für die globale Wasserkrise, die Milliarden Menschenleben bedroht und die Umweltzerstörung verschlimmert: Dies ist die zentrale Aussage des “Global Corruption Report 2008: Corruption in the Water Sector” von Transparency International.

Es ist der erste Bericht dieser Art, der den Einfluss und die Reichweite der Korruption in verschiedenen Bereichen des Wassersektors untersucht. Eine Reihe von Problemen werden herausgestellt: Kleinkriminalität in der Wasserlieferung, die Plünderung von Finanzmitteln für Bewässerung und Wasserkraft im Zusammenhang mit Ausschreibungen, die Vertuschung industrieinduzierter Wasserverschmutzung und Betrug beim Wassermanagement und der Wasserverteilung.

„Wasser ist ein unersetzbarer Rohstoff und so wichtig für unsere Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit, Energie und unser Ökosystem. Aber das Wassermanagement und die Nutzung des Wassers wird von der Pest der Korruption heimgesucht“, sagt Huguette Labelle, Vorsitzende von Transparency International.

Nichtsdestotrotz zeigt der Global Corruption Report 2008 wirksame und umsetzbare Möglichkeiten im Kampf gegen Korruption im Wassersektor auf. Kernforderungen sind: Transparenz und Partizipation als Leitlinien im Wassersektor, Stärkung der Aufsichtsbehörden und Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs und einer verantwortlichen Umsetzung von Projekten.

Den Bericht “Global Corruption Report 2008: Corruption in the Water Sector” finden Sie unter: www.transparency.org/publications/gcr


 

BMU-Broschüre: Megatrends der Nachhaltigkeit - 30.06.2008

Globale Veränderungen werden das Leben in diesem Jahrhundert dramatisch beeinflussen: so z.B. die Klimaerwärmung, die Ressourcenknappheit oder der demografische Wandel. Wie diese Trends die Rahmenbedingungen des Alltags und des Wirtschaftens beeinflussen, zeigt die aktuell erschienene Broschüre „Megatrends der Nachhaltigkeit: Unternehmensstrategie neu denken“ des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Die Broschüre verdeutlicht die Chancen und Risiken, die sich mit den Megatrends für Unternehmen verbinden, und zeigt Wege des Innovationsmanagements von der Trenderkennung zum Markterfolg auf. Denn: Unternehmen, die die globalen Veränderungen in ihrer Strategie berücksichtigen, vermeiden mögliche Risiken, nutzen aktiv neue Chancen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bmu.de/wirtschaft_und_umwelt/unternehmensverantwortung/doc/37049.php


 

World Business and Development Awards - 08.05.2008

Noch bis zum 30. Mai 2008 können sich Unternehmen für die World Business and Development Awards 2008 bewerben. Ausgezeichnet werden Projekte der Wirtschaft, die innerhalb des Kerngeschäftes dazu beitragen, die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.
Die Millenniumsentwicklungsziele, die von 189 Staaten unterstützt werden, umfassen u. a. Armutsbekämpfung, Verbesserung der Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, Verringerung der Kindersterblichkeit, Bekämpfung von Infektionskrankheiten sowie die Verbesserung des Umweltschutzes. Ausgeschrieben wird der Preis von der Internationalen Handelskammer (ICC), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem International Business Leaders Forum (IBLF). Die Ehrung der Gewinner findet am 24. September 2008 in New York statt.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.iccwbo.org/awards


 

Naturschutzgebiete erbringen hohe Wirtschaftsleistung - 05.05.2008

Die Naturschutzgebiete der Welt erbringen eine Wirtschaftsleistung von rund fünf Billionen US-Dollar pro Jahr und damit mehr als die weltweiten Automobil-, Stahl- und Softwarehersteller zusammen. Dies ist das Zwischenergebnis einer Studie, die im Auftrag der Bundesregierung und der EU-Kommission derzeit durch Pavan Sukhdev, Leiter der Abteilung „Globale Märkte“ der Deutschen Bank durchgeführt wird. Bei der Berechnung berücksichtigt wurden unter anderem die wirtschaftliche Bedeutung des Trinkwassers, das natürliche Schutzgebiete zur Verfügung stellen, der Wert der Küstenwälder für den Schutz vor Überschwemmungen, der Ökotourismus und die Nutzung von Pflanzen für die Arzneimittelproduktion.

Als große Gefahren für die biologische Vielfalt werden der Ausbau der Infrastruktur, der Klimawandel sowie die Landwirtschaft angesehen. Die Studie verweist zudem auf den engen Zusammenhang zwischen der Schädigung von Ökosystemen und der Armut.

Der komplette Bericht soll Ende Mai im Rahmen der UN-Konferenz zur Biodiversität in Bonn vorgestellt werden.


 

Wandel von Ökosystemen: Leitlinien für Unternehmen - 08.04.2008

Mit dem „Corporate Ecosystem Services Review“ bieten der World Business Council for Sustainable Development zusammen mit dem World Resources Institute und dem Meridian Institute Unternehmen Leitlinien zum Wandel von Ökosystemen.

Darin wird aufgezeigt, mit welchen Strategien den Unternehmensrisiken und -chancen begegnet werden kann, die sich durch die derzeitigen Entwicklungen in Ökosystemen ergeben. Angesprochen sind Branchen, die unmittelbar betroffen sind (z.B. Land- und Forstwirtschaft, Energiebranche oder Tourismus). Doch für Branchen wie Einzelhandel oder Finanzdienstleistungen ist die Publikation ebenfalls von Interesse, da auch hier Kunden oder Zulieferer im Einfluss von Ökosystemen stehen.

Mehr Informationen sowie den Download der Leitlinien finden Sie unter
www.wbcsd.org/plugins/DocSearch/details.asp?type=DocDet&ObjectId=Mjg5NjQ



 

Klimawandel bedroht Fischbestände - 18.03.2008

Nach dem aktuellen Report “In Dead Water” des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) werden mindestens drei Viertel der weltweiten Fischgründe durch den Klimawandel bedroht, da veränderte Meeresströmungen die Nahrungsgrundlagen verschieben.

Weiterhin könnten die zunehmenden Kohlendioxid-Emissionen zu einer Übersäuerung der Ozeane führen, was Auswirkungen auf den Kalkgehalt im Wasser hätte und somit auf die Bildung von Muscheln und Korallen. Zehn bis 15 Prozent der Weltmeere – und damit mehr als bisher angenommen – seien durch das gleichzeitige Auftreten von Überfischung, Küstenverschmutzung und Klimawandel besonders stark geschädigt.

Den Report „In Dead Water“ finden Sie unter http://unep.org/pdf/InDeadWater_LR.pdf


 

Google in Global Challenges Index aufgenommen - 13.03.2008

Im Rahmen des regulären Rebalancing des Global Challenges Index (GCX) werden fünf Unternehmen mit Wirkung zum 25. März 2008 ausgetauscht. Mit den Neuzugängen, darunter der US-Internet-Riese Google, sind weitere Vorreiterunternehmen identifiziert worden, die die Attraktivität des GCX zusätzlich steigern. 
 
Neu im Nachhaltigkeitsindex sind neben Google das französische Pharmaunternehmen Boiron, der US-amerikanische Möbelhersteller Herman Miller, das schwedische Immobilienunternehmen JM Group sowie die britische Baumarktkette Kingfisher. „Mit diesen Unternehmen haben wir wieder überzeugende Kandidaten für den GCX gefunden“, so Rolf Häßler, Director Business Development  bei oekom research. „Sie passen zur Philosophie des Index, Unternehmen auszuwählen, die einen richtungweisenden Beitrag zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen leisten.“ Der Global Challenges Index wurde von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research AG initiiert. Er umfasst 50 Unternehmen, die sich aktiv mit Themen wie Klimawandel, nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen, Armutsbekämpfung sowie Etablierung von Governance-Strukturen auseinandersetzen. 
 
So hat beispielsweise GCX-Neuzugang Boiron strenge Standards in Bezug auf die Gewinnung der Rohstoffe und dabei insbesondere den Verzicht auf Gentechnik implementiert, die Gentechnikfreiheit aller landwirtschaftlichen Produktionsflächen ist zertifiziert. Die JM Group hat umfangreiche Maßnahmen und detaillierte Richtlinien eingeführt, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zu fördern. Kingfisher hat sich bis 2011 zum Ziel gesetzt, 75 Prozent seines Holzes aus recycelten Materialien oder aus nach Nachhaltigkeitskriterien zertifizierten Wäldern zu gewinnen. Google hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien verstärkt zu nutzen. Ziel ist es, das Unternehmen CO2-neutral zu machen. Die Abgänger des Index sind die Unternehmen British Land, Coloplast, Liberty International, Northern Rock und Smith & Nephew. 
 
Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG Hamburg und Hannover: „Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der globalen Herausforderungen in unserer Gesellschaft hat sich der Index als Orientierungshilfe für nachhaltige Investments etabliert. Die neuen Unternehmen machen den GCX noch attraktiver.“ 

 Pressemitteilung Rebalancing März 2008




 

Risikobericht „Global Risks 2008“ - 03.03.2008

Die Organisatoren des Weltwirtschaftsforums veröffentlichten im Vorfeld des Jahrestreffens in Davos im Januar 2008 den Bericht „Global Risks 2008“. Er hebt die wichtigen Risikobereiche hervor, die sich in den nächsten zehn Jahren auf Weltwirtschaft und Gesellschaft auswirken werden: Finanzrisiko, Lebensmittelsicherheit, Anfälligkeit der Lieferkette und Energie.        


Finanzrisiko
Die Veränderungen auf den Finanzmärkten in den vergangenen 20 Jahren führten zu einer Dezentralisierung der Risikoverantwortung und zu größeren Möglichkeiten für die Übertragung von Risiken zwischen einzelnen Firmen und Märkten. Unter normalen Marktbedingungen hat das Finanzsystem seine Fähigkeit zur Risikoübernahme und -verteilung verbessert und ist stabiler geworden. Aber zur Minderung der Auswirkungen der Finanzkrise, die 2007 zu beobachten war, fordert der Bericht verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor.

Lebensmittelsicherheit
2007 erreichten die Preise für viele Hauptnahrungsmittel Rekordhöhen, und die weltweiten Lebensmittelreserven befinden sich auf einem 25-Jahrestief. Somit ist das weltweite Lebensmittelangebot anfällig für eine internationale Krise oder eine Naturkatastrophe – in einigen Fällen führte dies 2007 zu politischer Instabilität und Unruhen. Mit Blick auf die Zukunft geht Global Risks 2008 davon aus, dass sich die Antriebskräfte der globalen Lebensmittelunsicherheit in den kommenden zehn Jahren noch verschärfen werden.

Anfälligkeit der Lieferkette
Verbesserungen bei Technologie und globaler Logistik sowie niedrigere Handelsbarrieren haben in den vergangenen 20 Jahren zu einer historischen Ausweitung des internationalen Handels geführt. Diese Verbesserungen haben im Allgemeinen ein Mehr an Effizienz und globalem Wohlstand mit sich gebracht. Allerdings kann eine Optimierung der Lieferketten auch Störungsanfälligkeiten und Risikokonzentrationen zur Folge haben. Die Schaffung einer neuen Risikokultur in diesem Bereich sowie ein internationales Herangehen an das Management von Lieferkettenrisiken im privaten und öffentlichen Sektor sind die ersten wichtigen Schritte hin zu einer allgemeinen Risikominderung.

Energie
Die Verfügbarkeit von Energieressourcen ist der entscheidende Schlüsselfaktor für die Weltwirtschaft, aber es wird zunehmend schwieriger, ein sicheres und nachhaltiges Angebot zu garantieren, das dabei auch noch im Einklang mit den globalen Verpflichtungen einer Senkung der Emission von Treibhausgasen steht. Da prognostiziert wird, dass die Nachfrage nach Öl bis 2030 um 37 Prozent gegenüber dem heutigen Stand steigen wird, sieht der Bericht kaum Spielraum für sinkende Energiepreise in den nächsten zehn Jahren.

Den Bericht finden Sie unter  www.weforum.org/pdf/globalrisk/report2008.pdf



 

Interaktive Weltkarte der Klimapolitik - 06.02.2008

Mit der Weltkarte der Klimapolitik präsentiert der Unternehmensverband econsense ein neues Online-Tool, das klimapolitische Zusammenhänge transparenter macht und länderübergreifende Informationen zur Klimapolitik bereitstellt.

Im „Map Creator“ lassen sich interaktiv Weltkarten zur Klimapolitik erstellen. Kombinierbar sind dabei Daten und Indikatoren für 14 Länder und Regionen der Welt, unter anderem:

  • Klimapolitische Instrumente: Energieeffizienz, CO2-Steuer, erneuerbare Energien
  • Kyoto-Protokoll: Ratifizierung, Ziele, Umsetzung
  • Treibhausgasemissionen: pro Kopf, nach Sektoren und im Vergleich zur Wirtschaftskraft
  • Energieverbrauch: nach Energiequellen, pro Kopf und Anteil der erneuerbaren Energien
  • Bioenergieproduktion: Biogas und Biokraftstoffe
  • Sozio-ökonomische Daten: Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftswachstum

Jede selbst kombinierte Weltkarte sowie die zugrunde liegenden Daten können kostenfrei heruntergeladen werden.

Ergänzend bieten die „Fact Sheets“ eine Auswahl klimapolitischer Informationen nach Ländern oder Themen. Auf ein bis zwei Seiten werden die Kerndaten in Grafiken und Tabellen zusammengefasst. Für die individuelle Recherche bietet die Website einen Katalog der nationalen Rechtsgrundlagen der Klimapolitik. Über Links können Rechtsnormen sowie zentrale politische Aktionsprogramme eingesehen werden.

Die Weltkarte der Klimapolitik finden Sie unter www.weltkarte-klimapolitik.de

 

UN-Studie bestätigt globale Herausforderungen - 28.12.2007

Klimawandel, Biodiversität und Trinkwasser sind die größten weltweiten Umweltprobleme der kommenden Jahrzehnte. Das ergab der vierte Global Environmental Outlook (GEO-4) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).

60% aller Ökosysteme sind demnach geschädigt und werden übernutzt. Drei Millionen Menschen sterben jährlich aufgrund fehlenden oder verschmutzten Trinkwassers, 1,8 Milliarden Menschen werden nach Einschätzung der über 400 an der Studie beteiligten Wissenschaftler in den kommenden 20 Jahren unter extremer Wasserknappheit leiden.

Als Hauptursachen sieht die Studie die wachsende Weltbevölkerung, deren Konsum und die Intensivierung der Landwirtschaft, die eine ebensogroße Bedrohung wie der Klimawandel sei. So werden 70% der verfügbaren Süßwasservorkommen zur Bewässerung von Feldern verbraucht. Dort werden große Mengen an Düngern und Pestiziden eingesetzt, die das Grund- und Trinkwasser verunreinigen. Gleichzeitig verarmen Flora und Faune.

Die Studie steht als Download bereit unter www.unep.org/geo/geo4

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Anleger optimistisch für das Börsenjahr 2008 - 06.12.2007

Umfrage der Börsen Hamburg-Hannover zeigt positiven Trend – Nachhaltigkeit ist Top-Thema 2008

Die von den Börsen Hamburg-Hannover Ende November 2007 ermittelten Trends bei deutschen Anlegern sind überwiegend positiv, so das Ergebnis einer vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Umfrage. Demnach bringt das jüngste Auf und Ab an den Börsen die Marktteilnehmer nicht aus der Ruhe.

Mehr als 70 Prozent von ihnen blicken optimistisch ins Jahr 2008 und erwarten, dass der DAX nächstes Jahr um bis zu 10 Prozent ansteigt oder sein Niveau hält. Entsprechend hoch ist die Bereitschaft, Geld neu anzulegen: 56 Prozent wollen im kommenden Jahr investieren.

Nachhaltigkeit ist der mit Abstand am häufigsten von den Befragten ausgewählte Bereich, der für Investments infrage kommt. Offenbar trauen die Anleger Unternehmen, die sich beispielsweise auf die Umwelttechnik konzentrieren, nächstes Jahr ein hohes Ertragspotenzial zu.

Die Umfrageergebnisse im Überblick


 

NORD/LB bietet GCX Nachhaltigkeits-Anleihe an - 24.09.2007

Basierend auf den Anforderungen des Global Challenges bietet die NORD/LB ein weiteres innovatives Finanzprodukt an: die GCX Nachhaltigkeits-Anleihe.

Die "GCX Nachhaltigkeits-Anleihe" (ISIN / WKN: DE000NLB23G2 / NLB23G) hat eine Laufzeit von fünf Jahren und bietet bei 100%iger Kapitalgarantie die Chance auf einen attraktiven Ertrag. Die Höhe der Zinszahlung ergibt sich aus der festgestellten Wertentwicklung des Global Challenges Index (GCX) vom Emissionszeitpunkt bis zum Bewertungstag am Laufzeitende. Mit einer Partizipation von 75% profitiert der Anleger bei 100%iger Kapitalgarantie an der Wertentwicklung des Index. Flexibilität und geringes Verlustrisiko geben dem Anleger die Möglichkeit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen und verantwortungsvollen Wirtschaften zu leisten.


 

Börse Hannover lanciert globalen Nachhaltigkeitsindex - 03.09.2007

Global Challenges Index hat richtungweisende nachhaltige Unternehmen im Fokus – Orientierung an sieben Handlungsfeldern – Erste Indexprodukte von NORD/LB und NORDCON

Heute präsentieren die Börse Hannover und oekom research den Global Challenges Index. Dieser ist auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends ausgerichtet, denen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüberstehen: Klimawandel, Armut, Trinkwasserknappheit, nachhaltige Waldwirtschaft, Artenvielfalt, Bevölkerungsentwicklung und Good Governance. „Der Global Challenges Index ist eine Innovation am Finanzmarkt. Durch seine Orientierung an konkreten Handlungsfeldern wird das Thema Nachhaltigkeit für Anleger greifbar“, sagt Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG Hamburg und Hannover.

Der Global Challenges Index umfasst 50 Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung für die zukünftige globale Entwicklung aktiv stellen, indem sie substanzielle und richtungweisende Beiträge zur Bewältigung dieser globalen Herausforderungen leisten. „Aus Investmentgesichtspunkten sind die im Global Challenges Index gelisteten Unternehmen attraktiv, weil sie sich Chancen für ihre Geschäftsentwicklung sichern und gleichzeitig versteckte Risiken mindern“, erläutert Peters. Die Ergebnisse des Performance-Backtestings bestätigen dies: Seit Anfang 2002 hätte sich der Global Challanges Index um rund 15 Prozentpunkte besser entwickelt als der weltweite Aktienindex MSCI World.

„Bei der Auswahl der Unternehmen für den Global Challenges Index legen wir besonders strenge Maßstäbe an“, betont Robert Haßler, Vorstand der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research: „Ein zweistufiger Auswahlprozess stellt sicher, dass nur diejenigen Unternehmen in den Index aufgenommen werden, die erstens das Thema Nachhaltigkeit umfassend in ihren Geschäftsprozessen verankert haben und zweitens in ihren Aktivitäten substanziell dazu beitragen, die globalen Herausforderungen zu bewältigen.“ Ausgeschlossen von der Aufnahme sind Unternehmen, die in kontroversen Geschäftsfeldern wie Atomenergie, Biozide, Chlorchemie, grüne Gentechnik oder Rüstung aktiv sind. Auch Verstöße gegen Menschenrechts- und Arbeitsnormen sowie die Beteiligung an Korruption und Bilanzfälschung führen zum prinzipiellen Ausschluss.

Mit der Titelauswahl realisiert der Global Challenges Index eine Mischung aus weltweit tätigen Großunternehmen wie BT Group, Ricoh oder Unilever sowie kleinen und mittleren Unternehmen wie Evergreen Solar, BWT oder Vestas Windsysteme. Enthalten sind Titel aus Europa und den G7-Staaten. Die Gewichtung der Unternehmen erfolgt nach Marktkapitalisierung, wobei Einzelwerte mit maximal 10 Prozent gewichtet werden. Folgende deutsche Unternehmen sind im Index vertreten: Conergy, Henkel, Münchener Rück, Nordex, Q-Cells, SAP, Solarworld und Vossloh. Zweimal jährlich überprüft oekom research die Zusammensetzung des Global Challenges Index. „Unternehmen, die unseren definierten Anforderungen nicht mehr genügen, werden jeweils per Ende März und per Ende September eines Jahres ausgetauscht“, erklärt Haßler.

Ein prominent besetzter Beirat hat die Entwicklung des Konzepts aktiv begleitet. Dr. Rolf Krämer von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover: „Der Global Challenges Index verbindet in idealer Weise nachhaltiges Wirtschaften und innovatives Gestalten mit der Aussicht auf einen angemessenen Ertrag. Die Kirchen sehen in diesem Index eine Leitschnur für ethische Investitionsentscheidungen, die eine gerechtere Welt und die Bewahrung der Schöpfung im Blick haben.“ Auch Dr. Hermann Falk vom Bundesverband Deutscher Stiftungen äußert sich positiv: „Besonders wertvoll ist der Global Challenges Index deshalb, weil die Kriterien handlungsbetont sind – es werden nur die Unternehmen mit einer Berücksichtigung in diesem Index belohnt, die besondere Aktivitäten zur positiven Gestaltung der globalen Herausforderungen zeigen. Passive Katastrophengewinner dürfen nicht mehr investitionswürdig sein.“

Uwe Bergmann, Leiter Sustainability Issue Management bei Henkel: „Wir begrüßen den Ansatz des Global Challenges Index, die zukünftigen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen mit der Verantwortung der Unternehmen in ihrem Kerngeschäft zu verknüpfen. Die Aufnahme in den Index bestätigt uns, dass unsere Strategie des nachhaltigen und gesellschaftlich verantwortlichen Wirtschaftens auch extern verstanden wird. Bewertungen wie diese zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und liefern uns Feedback zu Verbesserungsmöglichkeiten."

Zum Launch des Global Challenges Index bringen NORD/LB und NORDCON Investment Management AG bereits entsprechende Produkte auf den Markt: Die NORD/LB lanciert das „NORD/LB Global Challenges Index Endloszertifikat“, die NORDCON AG bietet ab sofort für institutionelle Investoren den „NORDCON Global Challenges Index-Fonds“ an.



 

NORDCON legt Global Challenges Index-Fonds auf - 03.09.2007

Bereits mit dem Start des Global Challenges Index der Börse Hannover wird es einen ersten Fonds der NORDCON Investment Management AG auf den Index geben. Der Fonds wird den Index nach den Maßgaben des deutschen Investmentgesetzes nahezu 1:1 nachbilden und institutionellen Anlegern die Partizipation an einem auf Nachhaltigkeit angelegten Wachstum von Unternehmen ermöglichen. Er ist börsentäglich verfügbar. Der Ausgabepreis zum Start am 03.09.2007 liegt bei 100,00 EUR, die Depot- und Verwaltungsgebühren betragen lediglich 0,5 Prozent. In der Startphase entfällt der Ausgabeaufschlag für institutionelle Anleger.

Die NORDCON Investment Management AG mit Sitz in Hannover ist die Kapitalanlagegesellschaft der NORD/LB. Zum 31.07.2007 betreut sie mit 43 Mitarbeitern institutionelle Spezial- und Publikumsfonds sowie Advisory-Mandate in Höhe von rund 8,2 Mrd. EUR. Die NORDCON Investment Management AG steht mit ihren Vermögensverwaltungsleistungen unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Mit der Auflage des Fonds erhält der Global Challenges Index den Status eines von der BaFin anerkannten Indexes.

Pressemitteilung der NordLB zum Launch des Index-Fonds und zum Endlos-Zertifikat


 

NORD/LB-Endlos-Zertifikat auf den Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover - 03.09.2007

Seit heute notiert mit dem „Global Challenges Index“ (GCX) erstmals ein Nachhaltigkeitsindex an der Börse Hannover.
Zeitgleich emittiert die Norddeutsche Landesbank ein Endlos-Zertifikat auf diesen neuen, innovativen Index, das ebenfalls an der hannoverschen Börse notiert.

Das Zertifikat mit der Wertpapier-Kenn-Nr. NLB221 (ISIN: DE000NLB2211) bildet den GCX im Verhältnis 1:100 ab; bei einem anfänglichen Indexstand von z.B. 1000 Indexpunkten kostet also ein Zertifikat 10 Euro. Damit partizipiert der Käufer 1:1 an der Indexentwicklung. Die kleinste Stückelung beträgt 1 Zertifikat, so dass auch Privatkunden das GCX-Zertifikat erwerben können.

Durch die unbegrenzte Laufzeit des Zertifikats unterstreicht die NORD/LB den Nachhaltigkeits-Charakter dieser Anlageform. Somit eignet sich dieses „saubere Investment“ insbesondere für langfristige Engagements.

Das Zertifikat kann bundesweit bei allen Sparkassen und Banken sowie bei der NORD/LB direkt erworben werden.

Pressemitteilung der NordLB zum Launch des Index-Fonds und zum Endlos-Zertifikat


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